Autorenlesung BODO HELL NACHSUCHE

Bilder: Ingrid Schreyer
Musikalische Umrahmung:Landesmusikschule Mondsee
Streichquartett 4Elemente

Cyndi Widlroither, Bernhard Berliz,
Fabio Muscas, Luca Muscas

Dienstag, 6. November 2012, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: € 7,- Jugend: € 4,-

Jahrelange Erfahrungen in der Almwirtschaft und das gemeinsame Interesse am „sogenannten Nutztier“ sind die Bindeglieder im neuesten Buch „NACHSUCHE“ (Edition Krill in Wien, November 2012).
Text: BODO HELL (Schriftsteller und Hirte)
Bilder: INGRID SCHREYER (Bildende Künstlerin und Sennerin)
Sie gibt die Szenen vor, und er erzählt die Geschichten weiter.

BODO HELL: geb. 1943 in Salzburg, Philosophie- und Musikstudium (Orgel), lebt in Wien und seit Jahren als Hirte am Dachstein. — Prosa, Radio, Theater, Schrift im öffentlichen Raum, Texte zur bildenden Kunst, Fotos, Filme, Musik, Ausstellungen, Almwirtschaft, Hörspiele, CD.
Bücher (Auswahl): Dom Mischabel Hochjoch (1977),
Der Donner des Stillhaltens/Larven Schemen Phantome (1986),
666. Erzählungen (1987), Gang durchs Dorf: Fingerzeig/
Blumenwerk (1992), An der Wien (1997), Die Devise lautet.
Erzählung (1999), Im Prinzip gilt, Erzählung (2001), Tracht:
Pflicht, Lese- und Sprechtexte (2003), Herbe Garbe, Weiberkittel,
Von Heiligen, Pflanzen und Substanzen (2008), Nothelfer (2008),
Immergrün, Sudarium (2011) und viele andere.
Preise: Rauriser Literaturpreis 1972, Erich-Fried-Preis 1991, Preis
der Literaturhäuser 2003, Bachmann-Telekom-Preis 2006, u.a.
Hausautor der Therme Vals (CH) 2004.

INGRID SCHREYER: geb. 1973 in Bad Aussee, Studium für Bildnerische Erziehung und Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Kunsthochschule Mozarteum und
Universität Salzburg. Seit 1998 künstlerische Assistenz bei Dieter Kleinpeter/Malerei am Mozarteum.
Landwirtschaftliche Erfahrung als Hirtin und Sennerin auf Almen. Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.
Lebt in Salzburg.

Lesung & Musik: WOLFGANG HOFFMANN

Donnerstag, 30. August, 19 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN

WOLFGANG HOFFMANN, geboren 1959 in Eisenerz,
ist auf Schloss Kassegg in den Steirischen Gesäusebergen auf-gewachsen. Nach einem schweren Unfall und langen Krankenhaus-aufenthalten findet er zur Musik und zieht bald als erfolgreicher Gitarrist und Liedermacher durch die Lande. Ab 1981 spielt er regelmäßig im Jazzland Wien, unter anderem mit Musikern wie Peter Ratzenbeck, Herbert Puukka, Oskar Klein, Martin Pyrker und der Mojo Bluesband. Es folgen Auftritte in Norddeutschland im Rahmen einer Soloturnee als Liedermacher.
Trotzdem setzt er seine betriebswirtschaftliche Ausbildung fort und wird selbstständiger Hotelier, dann Unternehmensberater und schließlich Internetprovider. Mit der Internetplattform ReSI entwickelt er 1996 eines der ersten regionalen Informationsportale Österreichs.
Daneben ist Wolfgang Hoffmann Verfasser zahlreicher Artikel, Reportagen und Glossen. Seine Kolumnen werden auch laufend von Dr. Andreas Unterberger, ehemals Chefredakteur der Presse und der Wiener Zeitung, als Gastbeitrag übernommen.
Wolfgang Hoffmanns Buch „Interatsgeschichten – Erinnerungen an eine Schulzeit” ist 2011 im Freya Verlag Linz erschienen. Die biographische Dokumentation über Gewalt und Missbrauch in Bundesinternaten hat großen Medienwirbel verursacht. Das hat letztlich dazu geführt, dass die österreichische Bundesregierung im Juli 2012 eine eigene Kommission zur Aufarbeitung dieser Vorfälle einrichten ließ.
Wolfgang Hoffmann lebt seit einiger Zeit im Mondseeland. Weitere Informationen: http://www.woho.at

Die o.ö. Schriftstellerin Margit Schreiner zum Buch:
[…] Zum Missbrauch gehört immer Macht und das Geheimnis, das Verschweigen. Zum Missbrauch gehört auch die Willkür. Und vor allem jemand, der sie ausübt. Internate sind wie ein Terrarium. Abgeschlossen, wenig Luftzufuhr, keine Außenberührung, wenig Platz für große Tiere. Und Schweigen. Schweigend schauen die Tiere durch das dicke Glas, schweigend schauen die Betrachter sie an. Wolfgang Hoffmann bricht das Schweigen. […]
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wer einem Kind oder einem Jugendlichen die Würde nimmt, nimmt ihm möglicherweise sein ganzes Leben. Und jeder von uns hat nur ein einziges.

Buchpräsentation und Lesung Norbert Blaichinger

MYSTERIÖSE
KRIMINALFÄLLE IN
OBERÖSTERREICH

Lesung und Diskussion

Sonntag, 13. November 2011, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt frei

NORBERT BLAICHINGER: Geboren 1958, Lehrer, dann Journalist,
PR-Beauftragter und Pressesprecher in der Bildungspolitik, Prof. am
Pädagogischen Institut in Linz; seit 2006 Geschäftsführer des Consulting-
unternehmens Norbert Blaichinger KG (gegründet als „Irrseeakademie“);
Tätigkeit als PR-Berater, Journalist (OÖN) und Publizist. Blaichinger ist
Lehrbeauftragter für Public Relations. Einige seiner Sachbücher über PR
gelten als Standardwerke im deutschsprachigen Raum. Seine jüngsten
Veröffentlichungen waren „PR Einmaleins für Anfänger und Fortge-
schrittene“ (Trauner 2010) und „Pater B. Eine Dokumentation“ (edition
innsalz 2010). Lebt in Zell am Moos.

In dem neuen Buch von Norbert Blaichinger „MYSTERIÖSE
KRIMINALFÄLLE AUS ÖSTERREICH“ BAND I finden Sie folgende
Berichte über UNGEKLÄRTE VERBRECHEN IN OBERÖSTERREICH:
• Elfriede Schönberger: In ein Bordell entführt?
• Martina Posch: Die Tote im Mondsee
• Petra Rothmayer: Tod mit vielen Fragezeichen
• Gabriele Blaha: Ein Abstecher im Rotlichtmilieu
• Monika Simmer: Sexualdelikt oder Auftragsmord?
In diesem Buch schreibt der Autor über
• ungeklärte Verbrechen
• traurige Gefühle von Angehörigen
• besondere Zufälle
• viel Bemühen um Klärung und
• unglaubliche Pannen und Fehler bei den Ermittlungen
• sowie ein Exklusivinterview mit dem „Rotlichtkönig“ Peter Stolz.

Kommentare zu diesem Buch:
„Die akribische Aufarbeitung dieser ungeklärten Kriminalfälle aus
dem Blickwinkel eines Journalisten ist für mich hoch interessant.
Dazu kann ich nur gratulieren.“ Generalmajor Manfred Schmidbauer,
Landesgendarmeriekommandant a.D., Linz
„Menschen, hilflos dem Geschehenen gegenüber, ohne Aussicht auf
ein gutes Ende. Das Buch geht an die Substanz – trotzdem danke an
den Autor.“ Ingeburg Schönberger, Schwester der seit rund 30 Jahren
vermissten Elfriede Schönberger
„Dieses Buch ermöglicht den Leserinnen und Lesern sehr bewegende
und gleichzeitig auch kritische Einblicke in vergangene und ungeklärte
Mordfälle, die so nicht in Vergessenheit geraten.“ Dr. Alois Lißl,
Sicherheitsdirektor für das Bundesland Oberösterreich
„MIR IST NOCH NIE JEMAND SO AUF DIE NERVEN GEGANGEN.“
Peter Stolz, bekannt als „Rotlichtkönig“, über den Autor dieses Buches.

Autorenlesung RENÉ FREUND

“EIN TRAKTOR, DIE LINZER TORTE UND KEINE FISCHE“
Satiren aus Oberösterreich

 musikalische Umrahmung:

Gitarrenduo Alexandra Lind und Hannah Schilcher

Donnerstag, 3. November 2011, 19:00 Uhr

OEDMÜHLE IN  KASTEN 31,

4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN

Eintritt: Erwachsene € 7,- Jugend € 3,-

RENÉ FREUND: „… ist bekanntlich diplomierter Realsatiriker.
(Daniel Glattauer)                                                                                              

geb. 1967 in Wien. Doktor der Philosophie. Tätigkeit als Autor, Dramaturg, Übersetzer und Journalist. Seit 1990 freier Schriftsteller. Lebt und arbeitet in Grünau im Almtal, OÖ.

1988 –1990: Dramaturg am Theater in der Josefsstadt, Wien

Bücher: 1995 „Braune Magie? – Okkultismus, New Age und National- sozialismus“. 1996 „Land der Träumer – Zwischen Größe und Größenwahn: Verkannte Österreicher und ihre Utopien“. 1998 „Aus der Mitte – Skizzen aus dem Salzkammergut“. 1999 „Bis ans Ende der Welt – Zu Fuß auf dem Jakobsweg“. 2001 „Wiener Theaterblut“, Roman.
2002 „Stadt, Land und danke für das Boot“, Realsatiren.
2004 “Wechselwirkungen“, Roman. 2008 „Donau, Stahl und Wolkenklang – Linzer Augenblicke“ (alle im Picus Verlag, Wien)

Theaterstücke/Hörspiele/Filme: (Auswahl) 1992 „Geliebte Unsterbliche“, 1993 „Parteienverkehr“ (Komödie), 1994 „Solokabine“, 1995 „Am Sessellift“ (Theaterstück und Hörspiel), 1996 „Totenwache“,
1997 „Masoch ist!“ (Musical), 1998 „Angstfleisch/Fleischangst“ (Dokumentarfilm), 2003 „Schluss mit André“ (Komödie mit Aufführungen in Innsbruck, Schwechat und Berlin), 2006 „Happy Hours“,
2007 „Herzfleisch – eine Schrammel – Collage“, „Klinik unter Almen“, 2010 „Der Freischütz“, 2011 „Jackpot oder die verspielte Großmutter“ (Komödie) u.a.

Preise/Stipendien: 1987 Literaturpreis der Stadt Villach, 1998 Talent- förderungsprämie des Landes OÖ, 2003 und 2005 Dramatikerstipendium des Bundes, 2005 Jubiläums – Stipendium der Literar Mechana,
2006 Dramatikerstipendium der Stadt Wien, 2009 Staatsstipendium für Literatur sowie Adalbert – Stifter – Stipendium des Landes OÖ für „Vaters Kriegstagebuch“

Anmerkung zur Lesung in der Oedmühle: Ob es nun um den Kauf eines antiquierten Traktors, eine rätselhafte Tafel mit der Aufschrift „Keine Fische“ oder die Erlebnisse an einem Linzer Würstelstand u.a. geht: René Freund vermag es, den Alltag auf den humoristischen Punkt zu bringen.

musikalische Umrahmung: Gitarrenduo ALEXANDRA LIND (14 J) und HANNAH SCHILCHER (14 J): Beide sind hervorragende Schülerinnen der Landesmusikschule Mondsee (Klasse Mag. Helene Widauer) und bereits mehrfache Preisträgerinnen.

Autorenlesung MARGIT SCHREINER

DIE TIERE VON PARIS

„Hier schreibt jemand ohne große Geste radikale Literatur.“ (Daniela Strigl)

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31, 4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Erwachsene € 7,- Jugend € 4,-

MARGIT SCHREINER: „… eine der faszinierendsten Autorinnen der
Gegenwart…“ (René Freund).

geb. 1953 in Linz, OÖ. Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg,
1977 – 1980 Aufenthalt in Tokio, 1978 Abbruch des Studiums; 1980 – 1982
Sekretärin an der Universität Salzburg, seit 1983 freie Schriftstellerin in
Salzburg und Paris, 1991 Geburt der Tochter Oktavia Sophie in Salzburg,
1991 – 1998 lebte sie in Berlin, 1999 – 2000 in Italien, ab 2000 wieder in Linz.
Sie schreibt Bücher, Theaterstücke, Hörspiele, Essays und Anthologien.

Bücher: „Die Rosen des heiligen Benedikt“ (Haffmans 1989), „Mein erster
Neger“ (Haffmans 1990), „Die Unterdrückung der Frau, die Virilität der Männer,
der Katholizismus und der Dreck“ (Haffmans 1995), „Nackte Väter“ (Haffmans
1997), „Haus, Frauen, Sex.“ (Schöffling 2001), „Heißt lieben“ (Schöffling
2003), „Bruno und ich“ (Resistenzverlag 2005), „Buch der Enttäuschungen“
(Schöffling 2005), „Haus, Friedens, Bruch“ (Schöffling 2007), „Schreibt Thomas
Bernhard Frauenliteratur? Über Literatur, das Leben und andere Täuschungen“
(Schöffling 2008), „Die Tiere von Paris“ (Schöffling 2011).

Preise/Stipendien (Auswahl): 1986 Theodor-Körner-Förderungspreis, 1988
Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich, 1990 Österreichisches
Staatsstipendium, 1994 Stipendium des Deutsches Literaturfonds, 2000 Ben-
Witters-Förderungspreis, 2003 Stipendium des Jubiläumsfonds der LVG, 2005
Oberösterreichischer Landeskulturpreis, 2006 Kunstwürdigungspreis der Stadt
Linz, 2009 Österreichischer Würdigungspreis für Literatur 2009

DIE TIERE VON PARIS (Verlag: Schöffling & Co, Frankfurt am Main 2011)

„…Margit Schreiner liefert in ihrem Roman … ein Exempel für die
kleinstmögliche familiäre Einheit: Mutter, Tochter und ein „Ex“… Sie arbeitet
in ihrem neuen Buch an den zentralen Bruchlinien unserer Gesellschaft… für
jede aufgebrochene Struktur, auch die familiäre, müssen nicht nur optionale
Alternativen gefunden werden, es gilt auch, neue Formen des Abschieds und
der Trennung zu erarbeiten, genauso wie neue Formen der Erinnerung an
Kindheit, Liebe, Glück oder Trauer.“ (Evelyne Polt-Heinzl, Die Presse).

„…Schreiner hat ein feines, sich schlüssig als Komik artikulierendes Gespür für
die Macht des Faktischen und die Ohnmacht des (feministischen) Ideals und
für kleinste Kräfteverschiebungen zwischen Menschen… Schreiners Erzählerin
huldigt weder der Larmoyanz noch dem Selbstmitleid, sie sieht das eigene
Harmoniebedürfnis kritisch als das, was es im Stellungskrieg mit dem „Ex“
ist: eine strategische Schwäche. Außerdem verkündet sie ewige Wahrheiten
über das Verhältnis von Eltern und Kindern: in erster Linie ist dies ein Roman
über die prekäre Zweisamkeit von Mutter und Tochter.“ (Daniela Strigl, Der
Standard).

RICHARD OBERMAYR – Das Fenster

RICHARD OBERMAYR

Donnerstag, 25. August 2011, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE in KASTEN 31 / ZELL AM MOOS
Eintritt: Erwachsene €7, Jugend €3

RICHARD OBERMAYR: geb. 1970 in Ried, aufgewachsen in Schwanenstadt, lebt in Oberösterreich und Wien.

Werke: Der gefällschte Himmel (Roman, 1998, Residenz Verlag)
Das Fenster (Roman, 2010, Verlag Jung und Jung, Salzburg)

Preise und Auszeichnungen:
u.a. Robert Musil Stipendium
Hermann Lenz Stipendium
Reinhard Priessnitz Preis 2011

“Ein hochpoetisches Buch über den abstrakten Begriff der Zeit…”, Carolin Beutel, DIE BERLINER KULTURKRITIK

Autorenlesung Walter Kappacher

WALTER KAPPACHER: geb. 1938 in Salzburg. Lehr- und Gesellenjahre als Motorradmechaniker, nach dem Militärjahr gesteigertes Interesse für das Theater, abgebrochene Ausbildung in einer Münchner Schauspielschule, Tätigkeit als Reisebürokaufmann. Kappacher schreibt seit 1964, erste Veröffentlichung von Kurzgeschichten 1967 in der Stuttgarter Zeitung. 1978, nach seinem 40. Geburtstag, entschloss er sich, vom Schreiben zu leben.
Erzählungen, Romane, Hörspiele, Fernsehdrehbücher etc.
Mitglied es Österreichischen P.E.N. Clubs; lebt und arbeitet in Obertrum.

Werke: Nur fliegen ist schöner (Salzburg 1973), Morgen (Salzburg 1975, 2009), Die Werkstatt (Salzburg 1975), Rosina (Stuttgart 1978, Wien 2010), Die irdische Liebe (Stuttgart 1979), Die Jahre vergehen (Drehbuch, Salzburg 1980), Der lange Brief (Stuttgart 1982, Wien 2007), Gipskopf (Graz 1984), Cerreto. Aufzeichnungen aus der Toscana (Salzburg 1989, mit Zeichnungen des Autors), Touristomania oder Die Fiktion vom aufrechten Gang (Wien 1990), Ein Amateur (Wien 1993), Wer zuerst lacht (Wien 1997), Silberpfeile (Wien 2000, 2009), Selina oder Das andere Leben (Wien 2005), Hellseher sind oft Schwarzseher (Warmbronn 2007), Der Fliegenpalast (St. Pölten, Salzburg 2009), Schönheit des Vergehens (Fotoband, Salzburg 2009), Marilyn Monroe liest Ulysses (Notizen, Fundstücke u. dreizehn Fotografien, Warmbronn (2010).

Preise und Auszeichnungen:
1977 Förderpreis zum Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur
1985 Rauriser Literaturpreis
1986 Literaturpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie
2004 Hermann-Lenz-Preis
2005 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt
2006 Großer Kunstpreis des Landes Salzburg
2009 Georg-Büchner-Preis
Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Internationaler Preis für Kunst und Kultur des Salzburger Kulturfonds

„Walter Kappacher ist einer der stillsten und präzisesten Erzähler der österreichischen Gegenwartsliteratur. Seine Bücher erzählen unerbittlich vom Dasein in der Enge…“ (Karl-Markus Gauß, Neue Zürcher Zeitung)
„Hinreißend in seiner leisen Musikalität und stifterischen Aufmerksamkeit für das Kleine, das das Große spiegelt.“ (Tilman Krause, Die Welt)
„Ein literarischer Glücksfall und eines der herausragendsten Bücher der letzten Jahre.“ (Paul Ingendaay, Laudatio zum Georg-Büchner-Preis)

Donnerstag, 21. Juli 2011, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Erwachsene € 7,-, Jugend € 3

Buchpräsentation und Diskussion

NORBERT BLAICHINGER

PATER B.
Eine Dokumentation

Donnerstag, 2. Dezember 2010, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt frei

NORBERT BLAICHINGER: geb. 1958, Vater VS-Direktor in Zell am Moos, gest. 2004, Mutter Hausfrau, zwei Geschwister, röm.-kath., ledig. 1977 Matura am Musisch-Pädagogischen BG in Salzburg, 1978-81 Pädagogische Akademie in Salzburg, 1981-92 Lehrer an HS und PTS Mondsee. 1992-98 pädagogischer Mitarbeiter, Pressesprecher und Büroleiter des OÖ Landesschulrats-präsidenten Dr. Johannes Riedl, 1998-2000 Professor für Lehrerfortbildung am Pädagogischen Institut Linz, 2000-04 Büroleiter und Pressesprecher des Salzburger Landessschulratspräsidenten Mag. Gerhard Schäffer, 2004-06 Professor am Pädagogischen Institut Linz. Seit 2006 selbstständig als PR-Berater, Publizist und Journalist (www.irrseeakademie.com), Seminartätigkeit und Lehraufträge in Österreich und Litauen. Autor mehrerer Sachbücher zum Thema Public Relations; einige seiner Bücher gelten heute als Standardwerke.

Bücher (Auswahl):
Leute – Anekdoten und Erinnerungen (1985), Schulrecht für Eltern (mit Johann Weinacht, 1995), PR-1×1 für Schulen (1997), Erziehen heißt eingreifen (mit Barbara Pühringer, 1998), Schulentwicklung in Oberösterreich (mit Joachim Keppelmüller, Band 1: 1999 und Band 2: 2000), Frauen hinter Gittern (2001), Das 1×1 des erfolgreichen Gemeinderates (mit Klaus Volker, 2002), Wie ich eine Schule erfolgreich führe (mit Johannes Riedl, 2003), Gerhard Schäffer – 25 Jahre Bildungspolitik für Österreich (2004), Die neuen Bodyguards (mit Johann Fesl, 2005), Veranstaltungssicherheit in OÖ (mit Johann Fesl und Karl Dannbauer, 2008), Das PR Eimaleins (mit Bert Brandstetter, 2010).

Pater B. Eine Dokumentation (edition innsalz, November 2010):
Möglicherweise war er im deutschsprachigen Raum einer der gerissensten Knabenschänder in der Soutane. Ein Mann, der allerdings nie hinter Gittern landete. Er spaltete Gemeinden und Familien mit seinen Predigten. Er redete über Bescheidenheit und liebte den Luxus. Er predigte Wasser und trank Wein. Er galt als pädophil und hinterließ viele Spuren. In einem Salzburger Kloster, in Pfarreien in Oberösterreich und Bayern, sogar bei Sexreisen nach Marokko, und das noch im hohen Alter. Opfer sagen, er habe es überall getrieben. In der Klosterzelle, in der Sakristei, im Pfarrhaus, in seiner Wohnung, an verschie-denen Örtlichkeiten im Ausland. Er zerstörte junge Seelen. Viele. Wie viele es sind, weiß man nicht. Alle Taten, die ihm und seinem noch lebenden Lebens-partner in diesem Buch zur Last gelegt werden, sind verjährt und können somit gerichtlich nicht mehr verfolgt werden.

Der Autor hat die Spur von Pater B., der 2010 im Wallfahrtsort Altötting verstorben ist, aufgenommen. Ihm gelang, was bisher nur wenigen in dieser Form möglich war: Einblick in geheime Archive zu nehmen, Zeitzeugen, Betroffene und Obrigkeiten zu interviewen, und damit sowohl den Blick auf kirchliche Überforderung, auf Versagen und Vertuschen, aber auch auf einen Priester zu ermöglichen, der zeitlebens die Sünde liebte.

Das Buch ist im gut sortierten Buchhandel erhältlich.
Sie können dieses aber auch direkt bei der Irrseeakademie
unter office@irrseeakademie.com oder unter Tel. 0664/425 5000 bestellen. Zahlung (inkl. Porto und Verpackung) per Erlagschein.

Information:
Die neue Internetplattform für Kunst und Kultur im Mondseeland:
www.forumk.dasmondseeland.at

Mondseer Lyrikpreis 2010

Der Mondseer Lyrikpreis wurde in der Jurysitzung am 22. November 2010 der Schriftstellerin Nadja Küchenmeister aus Berlin zuerkannt. Der Preis, heuer zum 7. Mal ausgeschrieben, ist mit 7 500 € dotiert.

Jury: Ilma Rakusa, Zürich, Hans Höller, Salzburg, Klaus Siblewski, München,
Anton Thuswaldner, Salzburg und Erwin Einzinger, Kirchdorf (der jeweils letzte
Preisträger ist ebenfalls Juror)

Aus der Jurybegründung: „ … Nadja Küchenmeister erhält den Mondseer Lyrikpreis 2010. Ihre Gedichte zeichnen sich durch sensible, poetische Wahrnehmung des Alltags und durch einen liedhaften Ton aus. Sprachgenau hält sie Abschied, Unverständnis, Zurückweisung fest und bringt in stimmungsintensiven Bildern die Natur zum Sprechen …“

Nadja Küchenmeister: geb. 1981 in Berlin. Studium der Germanistik und Soziologie an der Technischen Universität Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Veröffentlichungen in zahlreichen Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien (u.a. in: Akzente, TEXT-KRITIK, Neue Rundschau, Jahrbuch der Lyrik, Bella triste, Konzepte, DIE ZEIT, FAZ (Frankfurter Anthologie). Sie arbeitet für den Rundfunk, u. a. als Hörspiel – Autorin und – Lektorin. Auszeichnungen: 2007 Berliner Senatsstipendium. 2009 Förderstipendium der Kulturstiftung Sachsen. 2010 Hermann-Lenz-Stipendium. 2010 Kunstpreis Literatur der Lotto Brandenburg GmbH.

Der Preis wird im Dezember 2010 im Schloss Mondsee verliehen.

Bisherige Preisträger des Mondseer Lyrikpreises: Norbert Hummelt, Oswald Egger, Michael Donhauser, Jan Wagner, Ron Winkler, Erwin Einzinger.

ILMA RAKUSA

MEHR MEER

Erinnerungspassagen

„Wegfahren, um anzukommen, ankommen um wegzufahren: aus dem Unterwegskind ist die Unterwegsdichterin Ilma Rakusa geworden, die von Zürich aus in die Welt geht und als grandiose Übersetzerin die Welt in Gestalt russischer, slowakischer, ungarischer,
slowenischer, französischer Dichtungen nach Hause bringt…“
(Karl Markus Gauß, Der Standard)

Sonntag, 21. November 2010, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Erwachsene € 6,- Jugend € 3,-

ILMA RAKUSA: geb. 1946 in Rimavska Sobota (Slowakei), Mutter Ungarin, Vater Slowene. Kindheit in Budapest, Ljubljana und Triest. Volksschule und Gymnasium in Zürich.

„… Sprachenkundig, weltgewandt, ist die Heranwachsende begabt für die Freundschaft, für die Liebe, aber auch für die Einsamkeit. Lange weiß Ilma Rakusa nicht, ob sie, die ausgezeichnete Pianistin und begeisterte Sängerin, sich für die Musik oder die Literatur entscheiden soll. […] mit zwanzig entscheidet sie sich jedoch für das Schreiben…“ (K. M. Gauß, Der Standard)

1965 – 71 Studium der Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. 1971 Promotion (Dissertation: Studien zum Motiv der Einsamkeit in der russischen Literatur), 1971 – 77 Assistentin am Slawischen Institut und seit 1977 Lehrbeauftragte der Universität Zürich. Freiberuflich als Schriftstellerin, Übersetzerin und Publizistin („Neue Zürcher Zeitung“, „Die Zeit“) tätig.
Lebt in Zürich.

Werke (Auswahl):
Wie Winter (Gedichte, 1977), Die Insel (Erzählung, 1982), Miramar (Erzählungen, 1986), Stepp (Erzählungen, 1990), Leben (15 Akronyme, 1990), Les mots/morts (Gedichte, 1992), Jim (Sieben Dramolette, 1993), Farbband und Randfigur (Vorlesungen zur Poetik, 1994), Ein Strich durch alles (90 Neunzeiler, 1997), Love after Love (Acht Abgesänge, 2001), Von Ketzern und Klassikern (Streifzüge durch die russische Literatur, 2003), Langsamer! (Gegen Atemlosigkeit, Akzelleration und andere Zumutungen, 2005), Stille. Zeit (Essays, 2005), Garten, Züge (Eine Erzählung und zehn Gedichte, 2006 Edition Thanhäuser, Ottensheim), Mehr Meer (Erinnerungspassagen, 2009 Literaturverlag Droschl, Graz), Alma und das Meer (Schweizerisches Jugendschriftenwerk, Zürich 2010)

Zahlreiche Anthologien, Editionen, Essays und vor allem Übersetzungen.

Preise und Auszeichnungen:
1987 Hieronymus-Ring des Deutschen Übersetzerverbandes, 1991 Petrarca-Übersetzerpreis, 1988, 1994, 1997 Ehrengabe des Kantons Zürich, und 1990, 2001 der Stadt Zürich, 1995 Swiss Writer-in-Residence Max Kade Institute USC Los Angeles, 1998 Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, 1998 Schiller-Preis der Zürcher Kantonalbank, 2003 Adelbert-von-Chamisso-Preis, 2003 Kulturauszeichnung „Pro Cultura Hungarica“, 2004 Johann-Jacob-Bodmer-Medaille der Stadt Zürich, 2005 Preis des Internationalen Literaturfestivals Vilenica (Slowenien), 2009 Schweizer Buchpreis;

Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt.