DAVID BADER – WINTERREISE zu Fuß durch Österreich mit Schubert im Gepäck

DAVID BADER, Gesang, Gitarre

DAVID BADER: geb. 1985 und aufgewachsen in St.Veit im Pongau, beginnt mit 7 Jahren nach einer missglückten Schiabfahrt (und 6 Wochen Gips) mit dem Gitarrespielen. Nach ersten Lektionen beim Vater, wird autoditaktisch „herumgewurstelt“ bis er endlich am Mozarteum bei Prof. Wolfgang Guttmann landet, der seinen musikalischen Werdegang
sehr stark prägen wird.

Nach abgeschlossenem Studium kehrt er Salzburg den Rücken um als Wandersmann und Straßenmusiker Europas Westen zu erkunden. Diese beiden Leidenschaften (das Wandern und die Musik) stehen auch bei seiner aktuellen „Winterreise“-Tournée im Mittelpunkt.

“Ihr lacht wohl über den Träumer”, der sich mit Sack und Pack und Gitarre zu einer außergewöhnlichen Winterreise aufmacht und von verflossener Liebe, „gefrornen Tränen“ und Frühlingssehnsucht singt. David Bader, Musiker und Wandersmann aus Salzburg, wandelt auf den Spuren von Franz Schuberts unglücklichen Helden, um am eigenen Leib zu erfahren, wovon in den 24 Liedern die Rede ist.

So führt ihn sein Weg zu Fuß quer durch Österreich von Schrems im Waldviertel bis nach Feldkirch in Vorarlberg. Auf diesen 700 Kilometern erklingt an 30 Stationen eine sehr intime Interpretation der Winterreise, die sich durch die Kombination von klassisch-virtuosem Gitarrespiel und einer schlichten Volks-Stimme auszeichnet.

Fast 200 Jahre nach ihrer Entstehung hat die „WINTERREISE“ von Franz Schubert doch nichts an Aktualität eingebüßt. Vielmehr sind die Fragen nach wahren Beziehungen, nach Liebe, nach Hoffnung in unserer schnelllebigen, komplexen und oft als kalt empfundenen, modernen Welt brisanter denn je! Und solange auch in schwierigen, kargen, also “winterlichen” Zeiten noch von Blumen im Winter geträumt werden kann, bleibt die Chance auf eine menschlichere Zukunft, auf eine andere, schönere Realität bestehen.

Sonntag, 8. Dezember 2013, 19:00 Uhr

OEDMÜHLE IN KASTEN 31,

4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN

Eintritt: 7 €

 

Erstpräsentation und Diskussion NORBERT BLAICHINGER „Vergessen. Vermisst. Verschlampt.“ Mysteriöse Kriminalfälle. Band 2.

NORBERT BLAICHINGER: Jahrgang 1958, ist freier Journalist und Publizist. Mit seinen in der edition innsalz (www.edition-innsalz.at) erschienenen Büchern hat er immer wieder spannende Themen aufgegriffen. Überregionale Bekanntheit erlangte er u.a. mit seinen zwei Büchern über den pädophilen „Pater B.“, einen der gefährlichsten Knabenschänder
im deutschsprachigen Raum, weiters mit der Biografie des Linzer Rotlichtkönigs Peter Stolz („Zwischen Himmel und Hölle“) und mit Band 1 seiner „Mysteriösen Kriminalfälle aus Österreich“.

Mit Band 2 („Vergessen. Vermisst. Verschlampt.“) ist ihm ein weiterer tiefer Einblick in die Welt der mysteriösen Verbrechen gelungen.

AUSZÜGE AUS DEM INHALT:

– So einen Bankraub gab es noch nie in Österreich. Tatort war die kleine Irrseegemeinde Zell am Moos.

– Nach dem Mord an der Salzburger Prostituierten Heidi Mayrhofer wurde möglicherweise ein Unschuldiger verurteilt. Manfred B. Wahrscheinlich kein Ruhmesblatt für die Salzburger Justiz.

– Alois Wesenauer aus Tiefgraben am Irrsee ist auf den Virgin Islands verschollen. Unter äußerst seltsamen Umständen.

– Angelika Hertlein tauchte im Attersee und tauchte nicht mehr auf.

Und trotz einiger Merkwürdigkeiten: Deckel zu und Schwamm drüber.

– Tibor Foco wird gesucht. Als Mordverdächtiger im Fall Elfriede Hochgatter. Aber es gibt Ungereimtheiten, die man nicht wegdiskutieren kann. Und der bekannte Strafrechtsprofessor

Herbert Wegscheider spricht vom „schwerwiegendsten Justizskandal der Zweiten Republik“.

– Ein Mann verschwindet. Spurlos. Ohne Zeugen. Einen Tatverdacht gibt es. Aber für eine Anklage reicht es der deutschen Staatsanwaltschaft nicht. Der Fall Friedrich Heisler, das perfekte Verbrechen?

Freitag, 22. November 2013, 19:00 Uhr
Eintritt frei

MUNDARTLESUNG, WILHELM FISCHER

Ih red, wia ma da Schnowö gwoxn is
Beobocht, dalebt, dalidn, dalost und oiss afgschriebm

Musikalische Umrahmung:

Sohn Markus Fischer: Flügelhorn
Enkelin Adrienn Fischer: Geige
Enkelin Xenia Fischer: Geige

Freitag, 8. November 2013, 19:00 Uhr

4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,

Eintritt: 6 €

WILHELM OTTO FISCHER: geb. 1933 in Wien, Matura am

Gymnasium Ried i.I., Studium der Philosophie und Theologie in Linz

(Mag. theol.).

1960 Priesterweihe
1960-64 Kaplan in Ebensee
1964-72 Kaplan in Mondsee
1972 Laisierung und Heirat, drei Söhne, eine Tochter
Seit 1971 Religionsprofessor an Höheren Berufsbildenden Schulen (Vöcklabruck und Wels)

Mehrere Jahre in der Erwachsenenbildung tätig: Referent des katholischen Bildungswerkes, des Sektenreferates der Diözese Linz, der katholischen Männerbewegung und der Volkshochschule.

1992 Pensionierung

Ab 1972 literarische Tätigkeit: seit 2012 Mitglied des Stelzhamerbundes.
Lebt und arbeitet in Lambach.

Veröffentlichungen:

1997 „Wir haben ein Gesetz“, Roman
2013 „Ih red, wia ma da Schnowö gwoxn is“, Mundartgedichtband im Eigenverlag

Sein Gedicht „D Sunn“ wurde als MundArt des Monats Oktober 2013 auf der Dialektplattform des Stelzhamerbundes veröffentlicht.

MARKUS FISCHER: geb. 1974, Studium an der Anton Bruckner Universität Linz: Musikpädagogik – Jazzabteilung und Musikmanagement (master of arts).

Einige Jahre privat als Trompetenlehrer tätig.
Freischaffender Musiker mit wechselnden Engagements bei verschiedenen Ensembles.

ADRIENN FISCHER: geb. 1997, Geige und Klavier, seit 2002 Ballett.

XENIA FISCHER: geb. 1999, Geige, zweimalige Landesmeisterin in Leichtathletik.

Die beiden Schwestern spielen seit ihrem 6. Lebensjahr Geige, besuchen das Wallerer Gymnasium in Wels und spielen im Sinfonieorchester der Musikschule Wels.

Autorenlesung MARGARITA FUCHS „BAIANA“

„Wenn in den neuen Geschichten von Margarita Fuchs Menschen einander begegnen, wird es kompliziert. Zu verschieden ticken sie, als dass sie sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen könnten.
Zwei treffen einander, finden miteinander ins Gespräch und reden aneinander vorbei. Gut, wenn sie nicht kapieren, wie fremd sie einander bleiben, schlecht für sie, wenn sie sensibel genug sind und ihnen die Missverständnisse hautnah zusetzen. Dann versuchen sie zu retten, was zu retten nicht ist, und die Verzweiflung wächst. […]
Diese Geschichten berühren die Wundmale der Existenz. Wir lesen von Heimsuchungen, für die es keinen Versuch der Erklärungen gibt. Das ist einfach so, damit muss man
leben.“

Anton Thuswaldner, SN, April 2013

Montag, 27. Mai 2013, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN  KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN

Eintritt: 6 €

MARGARITA FUCHS: geb. 1951 in Riedau/Oberösterreich. Studium der Germanistik, Geographie und Wirtschaftswissenschaften (Mag. Dr. phil.),  unterrichtete bis 1999 an Gymnasien und Handelsakademien in der Stadt Salzburg und in Neumarkt am Wallersee. Sie war viele Jahre Trainerin und Seminarleiterin in der Erwachsenenbildung.

Mitglied der Salzburger Autorengruppe und der Grazer Autorenversammlung. Lebt und arbeitet seit 1970 in Salzburg.

Publikationen

Beiträge in Literaturzeitschriften (SALZ, Kulturmagazin des MDR „Triangel“, Kulturelemente/Bozen, u.a.)

„Das große Fest in Portobuffolé“, Roman, 2003, 3. Auflage 2008
„Talentierte Labyrinthe“, Gedichte, 2005
„Ich träumte weiß – Anmerkungen zu einer Jahreszeit“, Gedichte und

Prosatexte, 2006
„Rokokohaus“, Lyrik, 2010
„Aus nächster Ferne“, Roman, 2012
„BAIANA“, Geschichten, Edition Tandem, Salzburg 2013

Margarita Fuchs beschreibt den besonderen Moment, der alles verändert, die Chance, die nicht ergriffen wird, oder den simplen Trick des Schicksals, der dem Leben eine neue Richtung weist: Eine Tochter, die mit ihrer verwirrten Mutter fremdes Territorium betritt  – Ein  Spaziergang, der zu den unsichtbaren Schnittstellen zwischen Leben und Schreiben führt – Das Ende einer Ehe – Ein Wiedersehen mit vier Unbekannten… Eine brasilianische Reise, die in den Abgrund führt, außerdem die preisgekrönte Kurzgeschichte „Roma“.
Geschichten über Liebe und Verlust, Hoffnung und Enttäuschung – ein Spiegel des Lebens in all seinen Facetten.

Preise und Auszeichnungen
Preisträgerin beim MDR-Literaturwettbewerb, Leipzig 2007
Rauriser Förderpreis 2008
Finalistin Meraner Lyrikpreis 2008

 

MONDSEER LYRIKPREIS 2012 – Einladung zur Preisverleihung an KERSTIN PREIWUSS, LEIPZIG

Mittwoch, 12. Dezember 2012, 18:00 Uhr
im Fürstenzimmer des Schlosses Mondsee

MR Dr. Helmut Palzinsky, Mundwerk

Nadja Küchenmeister, Berlin

VERLEIHUNG DES PREISES

durch Hofrat Dr. Reinhard Mattes, Landeskulturdirektor von OÖ

LESUNG DER PREISTRÄGERIN
KERSTIN PREIWUSS

Worte des Bürgermeisters Karl Feurhuber, Mondsee

Musikalische Umrahmung:

Laura Laszloffy, 17J., Harfe
LMS Mondsee/Mozarteum Salzburg

Anschließend Einladung zu einem Umtrunk.

Der MONDSEER LYRIKPREIS 2012

wurde in der Jurysitzung am 17. November 2012 der Schriftstellerin Kerstin Preiwuß
zuerkannt. Der Preis wurde heuer zum 8. Mal ausgeschrieben und ist mit 7 500 € dotiert.

Jury: Ilma Rakusa, Zürich, Nadja Küchenmeister, Berlin, Hans Höller, Salzburg, Klaus
Siblewski, München und Anton Thuswaldner, Salzburg

Aus der Jurybegründung: „ … Die Gedichte der Autorin Kerstin Preiwuß zeichnen sich
durch Vielstimmigkeit aus, in der sich Anklänge an das Märchen und an Zaubersprüche
finden. Die Lyrikerin nimmt Formen des klassischen Gedichts auf und verwandelt diese
in eine einfache und zugleich rätselhafte Bildsprache voller Musikalität …“

Kerstin Preiwuß: geb. 1980 in Lübz, lebt als freie Autorin in Leipzig. 2006 Debüt mit
dem Gedichtband „Nachricht von neuen Sternen“. 2008 erhielt sie das Hermann-Lenz-
Stipendium. 2010 – 2012 Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift „Edit“. 2012 erschien
ihr Gedichtband „Rede“ im Suhrkamp-Verlag.

Bisherige Preisträger des Mondseer Lyrikpreises: Norbert Hummelt, Oswald Egger,
Michael Donhauser, Jan Wagner, Ron Winkler, Erwin Einzinger, Nadja Küchenmeister.

Wir danken für die Unterstützung:
Kulturdirektion des Landes Oberösterreich
Marktgemeinde Mondsee
Gemeinden des Mondseelandes: Tiefgraben, St. Lorenz und
Innerschwand
Raiffeisenbank Mondseeland

HANS KUMPFMÜLLER HANS RINDBERGER + IRRSEEBLÄSER FOTOCLUB MONDSEE

„buidln.lesn“

Mundartlesung
HANS KUMPFMÜLLER

Musik
HANS RINDBERGER UND
DIE IRRSEEBLÄSER

Impressionen aus dem
Mondseeland
FOTOCLUB MONDSEE

Sonntag, 9. Dezember 2012, 19:00 Uhr
GASTHOF SEEWIRT, 4893 ZELL AM MOOS
Eintritt: € 7,-

HANS KUMPFMÜLLER:
Geb. 1953, gehört zu den bekanntesten und interessantesten
oberösterreichischen Mundartdichtern, der sich aber auch mit
zeitgeschichtlichen Themen und Minderheitsproblemen
auseinandersetzt; außerdem ist er ein exzellenter Fotograf. Er
lebt, arbeitet, fotografiert und schreibt in St. Georgen bei
Obernberg am Inn.
2012 erschienen von Hans Kumpfmüller zwei Bücher: im
Frühjahr „saichkammal & baddeibiachl“ sowie im Spätherbst
zusammen mit Matthäus Fellinger (Chefredakteur der Linzer
KirchenZeitung): „und das Wort ist Bild geworden… & aus de
buagschdom is a buidl woan“: Bibeltexte die von beiden auf ihre
Art und Weise interpretiert werden.
Mundartlesung aus beiden Büchern.

HANS RINDBERGER UND DIE IRRSEEBLÄSER:
Verstehen sich als eine weit über den regionalen Bereich
hinaus bekannte Volksmusikgruppe, die in der Tradition der
alten Tanzmusikanten aufspielt. Die Aufbereitung der
Musikstücke wird natürlich in zeitgemäßer Art und Weise
durchgeführt. Die heiteren und ironischen Momente stehen im
Vordergrund. Gespielt wird alles. Es war bei den ländlichen
Musikanten immer schon üblich, auch andere Stilelemente
beim Musizieren zu verwenden. Besonders wenn zum Tanz
aufgespielt wird, kann man neben den Volkstänzen auch mit
einem flotten Swing die Tänzer und Zuhörer begeistern.

FOTOCLUB MONDSEE:
Der Fotoclub besteht seit 1990 und hat sich zur Aufgabe
gemacht, neben allgemeiner Fotografie mit entsprechender
Bearbeitung und verschiedenen Techniken vor allem
Impressionen vom Mondseeland zu erarbeiten: der regionale
Bezug erstreckt sich auf alt und neu, auf bäuerliches Brauchtum
genauso wie auf die Moderne (z.B. Architektur), auf Natur und
Kunst, auf Mensch und Tier…

 

Österreichische Erstpräsentation und Diskussion – NORBERT BLAICHINGER „NIE WIEDER SCHWEIGEN“

Sowohl die Erzabtei St. Peter als auch die Diözese Linz haben
die Herausgabe dieses Buches „im Sinne von Wachsamkeit
und Prävention“ finanziell unterstützt.

Freitag, 30. November 2012, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt frei

NORBERT BLAICHINGER: geb. 1958, PR-Berater, Journalist und
Publizist, Geschäftsführer der Irrsee-
Akademie. Einige seiner Fachbücher zum
Thema PR gelten als Standardwerke im
deutschsprachigen Raum. Seit einigen
Jahren versucht er mit seinem persönlichen
Interesse für Randgruppen in seinen
Büchern vermehrt heikle und tabuisierte
Themen aufzugreifen. „Pater B. Eine
Dokumentation“ (2010) und „Mysteriöse
Kriminalfälle Band 1“ (2011), beide
erschienen in der edition innsalz, waren
seine jüngsten publizistischen Erfolge.
2012, Peter Stolz – Norbert Blaichinger „Zwischen Himmel und
Hölle“ (Aus meinem Leben als Rotlichkönig).

November 2012, edition innsalz: „NIE WIEDER SCHWEIGEN“
(Sexueller Missbrauch in der kath. Kirche. Die Geschichte des Herrn
O.): Das Buch erzählt die Geschichte eines Buben, der als
Zehnjähriger in die Fänge von Pater B. und seines Gefährten geriet
und rund 250 Mal an Körper und Seele missbraucht wurde.
Dutzende Male war der Pfarrhof in Zell am Moos Tatort.
Norbert Blaichinger schildert in diesem Buch die Taten, die
Hintergründe und vor allem das Leiden, das der heute annähernd
40jährige Mann erleiden musste. „Der Mann stammt nicht aus dem
Mondseeland, nur einige der Tatorte sind hier … Die Geschichte
klingt unglaublich, aber sie ist wahr und deshalb so schockierend.“,
sagt der Autor. Über den noch lebenden Gefährten des Pater B. hat
Blaichinger übrigens bei der Staatsanwaltschaft Salzburg eine
Sachverhaltsdarstellung eingebracht und sieht gute Chancen, dass
es demnächst noch zu „irdischer Gerechtigkeit“ kommt. Nach dem
Gesetz gilt für beide Männer die Unschuldsvermutung.
Er hat für den zweiten Teil auch Interviews mit dem damals
verantwortlichen Generalvikar der Diözese, Josef Ahammer, und der
bekannten Psychologin Isabella Woldrich geführt. Auch wurden die
politischen Parteien eingeladen, zur Frage der Verjährung bei
Kindesmissbrauch Stellung zu nehmen. Sehr kritisch setzt sich
Blaichinger auch mit der Opferschutzkommission auseinander.

Autorenlesung Othmar Eiterer „UMKEHRSCHUB“

Hannah ist in den Ruhestand getreten, im letzten Drittel ihres Lebens angekommen… Sie ist gewillt, den Umkehrschub zu wagen, um den Nachholbedarf an unerfüllten Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht zu werden… Sie lebt mit ihrer hochbetagten Mutter, ihrem Kater und ihrer umfangreichen Bibliothek. Einer ihrer bevorzugten
Autoren ist Dostojewskij: sie reist nach St.Petersburg, um ein wenig von dem zu spüren, wasselbst die beste Übersetzung ihr vorenthält. Auf ihrer Spurensuche lernt sie einen wesentlich jüngeren Mann kennen…

Montag, 26. November 2012, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt frei

OTHMAR EITERER: geb. 1937 in Salzburg, aufgewachsen in einer
eingesessenen Lehrerfamilie in Thalgau, einem noch vorwiegend ländlichen, aber
stadtnahen Dorf. Von der familiären Erziehung geprägt und der unübersehbaren
Realität herausgefordert, wendet er sich der Pädagogik der Behinderten und Ausgegrenzten zu. Sein weiterer Weg ist vorgezeichnet: Leiter einer Sonderschule,
Landesschulinspektor für Sonderpädagogik im Bundesland Salzburg, Vertreter Österreichs für Entwicklungsfragen in der Behindertenpädagogik auf Europa-Ebene.
Othmar Eiterer lebt und arbeitet in Thalgau bei Salzburg und in Montecatini V.C., in der Nähe von Volterra, Toskana

Sein erster Prosaband “Requiem für Anton P.” (Verlag “Bibliothek der Provinz”, 1998) ist eine Auseinandersetzung mit seiner Kindheit während des Nationalsozialismus und mit der Euthanasie.
2002 erscheint der Roman “Meilen gehn bevor ich schlafen kann” (ebenfalls “Bibliothek der Provinz”), eine Beziehungsgeschichte, deren Schauplatz die Toskana ist. 2005 publiziert der Verlag Polistampa in Florenz seinen dritten Roman „La morte di Lorenzo M.“ in italienischer Sprache. Don Lorenzo Milani, Lehrer und Priester von Barbiana liegt im Sterben. Zwischen Dämmerzuständen, Fieberträumen und Wachphasen tauchen bruchstückhaft Bilder aus seinem Leben auf, verdichten sich Personen zu scheinbar realen Existenzen, zu Besuchern. Die Dialoge als Zugang zu seiner eigenen Geschichte. Noch im selben Jahr erscheint der Roman auch auf Deutsch (Bibliothek der Provinz).
2007 erscheint der Roman „Rendezvous mit dem Tod“ im Verlag „Bibliothek der Provinz“, 2008 das Schauspiel „Höllenkreis“ nach dem Roman „Der Tod des Lorenzo Milani“ und 2009 das Schauspiel „Eismann, Eismann“.

2012 erschien die Novelle „UMKEHRSCHUB“ bei der Edition Tandem in Salzburg.

Autorenlesung BODO HELL NACHSUCHE

Bilder: Ingrid Schreyer
Musikalische Umrahmung:Landesmusikschule Mondsee
Streichquartett 4Elemente

Cyndi Widlroither, Bernhard Berliz,
Fabio Muscas, Luca Muscas

Dienstag, 6. November 2012, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: € 7,- Jugend: € 4,-

Jahrelange Erfahrungen in der Almwirtschaft und das gemeinsame Interesse am „sogenannten Nutztier“ sind die Bindeglieder im neuesten Buch „NACHSUCHE“ (Edition Krill in Wien, November 2012).
Text: BODO HELL (Schriftsteller und Hirte)
Bilder: INGRID SCHREYER (Bildende Künstlerin und Sennerin)
Sie gibt die Szenen vor, und er erzählt die Geschichten weiter.

BODO HELL: geb. 1943 in Salzburg, Philosophie- und Musikstudium (Orgel), lebt in Wien und seit Jahren als Hirte am Dachstein. — Prosa, Radio, Theater, Schrift im öffentlichen Raum, Texte zur bildenden Kunst, Fotos, Filme, Musik, Ausstellungen, Almwirtschaft, Hörspiele, CD.
Bücher (Auswahl): Dom Mischabel Hochjoch (1977),
Der Donner des Stillhaltens/Larven Schemen Phantome (1986),
666. Erzählungen (1987), Gang durchs Dorf: Fingerzeig/
Blumenwerk (1992), An der Wien (1997), Die Devise lautet.
Erzählung (1999), Im Prinzip gilt, Erzählung (2001), Tracht:
Pflicht, Lese- und Sprechtexte (2003), Herbe Garbe, Weiberkittel,
Von Heiligen, Pflanzen und Substanzen (2008), Nothelfer (2008),
Immergrün, Sudarium (2011) und viele andere.
Preise: Rauriser Literaturpreis 1972, Erich-Fried-Preis 1991, Preis
der Literaturhäuser 2003, Bachmann-Telekom-Preis 2006, u.a.
Hausautor der Therme Vals (CH) 2004.

INGRID SCHREYER: geb. 1973 in Bad Aussee, Studium für Bildnerische Erziehung und Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Kunsthochschule Mozarteum und
Universität Salzburg. Seit 1998 künstlerische Assistenz bei Dieter Kleinpeter/Malerei am Mozarteum.
Landwirtschaftliche Erfahrung als Hirtin und Sennerin auf Almen. Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.
Lebt in Salzburg.

Lesung & Musik: WOLFGANG HOFFMANN

Donnerstag, 30. August, 19 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN

WOLFGANG HOFFMANN, geboren 1959 in Eisenerz,
ist auf Schloss Kassegg in den Steirischen Gesäusebergen auf-gewachsen. Nach einem schweren Unfall und langen Krankenhaus-aufenthalten findet er zur Musik und zieht bald als erfolgreicher Gitarrist und Liedermacher durch die Lande. Ab 1981 spielt er regelmäßig im Jazzland Wien, unter anderem mit Musikern wie Peter Ratzenbeck, Herbert Puukka, Oskar Klein, Martin Pyrker und der Mojo Bluesband. Es folgen Auftritte in Norddeutschland im Rahmen einer Soloturnee als Liedermacher.
Trotzdem setzt er seine betriebswirtschaftliche Ausbildung fort und wird selbstständiger Hotelier, dann Unternehmensberater und schließlich Internetprovider. Mit der Internetplattform ReSI entwickelt er 1996 eines der ersten regionalen Informationsportale Österreichs.
Daneben ist Wolfgang Hoffmann Verfasser zahlreicher Artikel, Reportagen und Glossen. Seine Kolumnen werden auch laufend von Dr. Andreas Unterberger, ehemals Chefredakteur der Presse und der Wiener Zeitung, als Gastbeitrag übernommen.
Wolfgang Hoffmanns Buch „Interatsgeschichten – Erinnerungen an eine Schulzeit” ist 2011 im Freya Verlag Linz erschienen. Die biographische Dokumentation über Gewalt und Missbrauch in Bundesinternaten hat großen Medienwirbel verursacht. Das hat letztlich dazu geführt, dass die österreichische Bundesregierung im Juli 2012 eine eigene Kommission zur Aufarbeitung dieser Vorfälle einrichten ließ.
Wolfgang Hoffmann lebt seit einiger Zeit im Mondseeland. Weitere Informationen: http://www.woho.at

Die o.ö. Schriftstellerin Margit Schreiner zum Buch:
[…] Zum Missbrauch gehört immer Macht und das Geheimnis, das Verschweigen. Zum Missbrauch gehört auch die Willkür. Und vor allem jemand, der sie ausübt. Internate sind wie ein Terrarium. Abgeschlossen, wenig Luftzufuhr, keine Außenberührung, wenig Platz für große Tiere. Und Schweigen. Schweigend schauen die Tiere durch das dicke Glas, schweigend schauen die Betrachter sie an. Wolfgang Hoffmann bricht das Schweigen. […]
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wer einem Kind oder einem Jugendlichen die Würde nimmt, nimmt ihm möglicherweise sein ganzes Leben. Und jeder von uns hat nur ein einziges.