JAN WAGNER

Jan Wagner, geb. 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 in Berlin. Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik, freier Rezensent sowie bis 2003 Mitherausgeber der internationalen Literaturschachtel „Die Aussenseite des Elementes“. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften.

Publikationen: „Guerikes Sperling“, Gedichte, Berlin Verlag, Berlin 2004, „Probebohrung im Himmel“, Gedichte, Berlin Verlag, Berlin 2001, „Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen“, Gedichte, DuMont Literatur und Kunstverlag, Köln 2003 (als Herausgeber, mit Björn Kuhligk), James Tate: „Der falsche Weg nach Hause“, Gedichte, Berlin Verlag 2004 (als Übersetzer und Herausgeber), Charles Simic: „Grübelei im Rinnstein“, Carl Hanser Verlag, München 2000 (als Übersetzer, mit Hans Magnus Enzensberger, Michael Krüger, Rainer G. Schmidt).

Preise und Auszeichnungen: Förderpreis für literarische Übersetzungen der Stadt Hamburg (1999), Autorenstipendium des Berliner Senats (2000), Hamburger Förderpreis für Literatur (2001), Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis (2001), Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds e.V. (2001/2002), Stipendiat im Künstlerhaus Edenkoben/Rheinland-Pfalz (2002), Amsterdam-Stipendium der Stichting Culturele Uitwisseling Nederland Duitsland und des Berliner Senats (2003), Christine-Lavant-Publikumspreis (2003), Heinrich-Heine-Stipendium Lüneburg (2004), Alfred Gruber Preis beim Lyrikpreis Meran (2004), Mondseer Lyrikpreis (2004).

Wagner ist ein Meister des Unreinen, der winzigen Abweichung.
Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Fantasievoll und sprachmäßig […] Ein Debüt, das man nicht vielversprechend nennen kann, weil es alle möglichen Erwartungen schon einlöst.“
Alexander von Bormann, Die Welt

Jan Wagner hat seinen Gedichten einen präzisen, knappen Rhythmus unterlegt; nichts Modisches ist darin, aber viel Zeittypisches; nichts Willkürliches, aber viel Spontanität; nichts Trüb-Melancholisches, aber doch viel Weiches – sie offenbaren einen frischen bestechend assoziierenden Blick auf das, was heute bemerkenswert ist.
Martin Kumbholz, Neue Zürcher Zeitung

Jan Wagner erhielt den Mondseer Lyrikpreis 2004: 494 Einsendungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Jury: Ilma Rakusa (CH), Klaus Siblewski (D), Anton Thuswaldner (A), Hans Höller (A), Michael Donhauser (FL).
Aus der Jurybegründung: „… Jan Wagners Gedichte besitzen ein hohes Maß an Formbewusstsein. Er vermag gekonnt, Neues zu entwickeln und der Tradition des lyrischen Sprechens, leicht gebrochen, überraschende neue Ausdrucksweisen abzugewinnen. … Gelegentliche Ausflüge in die Geschichte führen sie keineswegs weg von der Gegenwart, sonderen geben dem Blick auf unsere Gegenwart die dringend benötigte historische Tiefenschärfe. Wagners funkelnde Gedichte wollen einen literarisch nicht zu übersehenden Kontrapunkt zu einer Welt setzen, die vom Zerfall bedroht ist. …“

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