INGEBORG BACHMANNS WINTERREISE NACH PRAG

Hans Höller und Arturo Larcati präsentieren
INGEBORG BACHMANNS WINTERREISE NACH PRAG (Piper Verlag,2016)
Rezitation: Amalia Altenburg

Sonntag, 19. März 2017, 18:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Freiwillige Spende

Im Jänner 1964 (ein Jahr nach der Trennung von Max Frisch und ihrem psychischen Zusammenbruch) reist die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann mit einem jungen Begleiter von Berlin nach Prag. Diese Reise gewinnt für Bachmanns Leben und Werk eine entscheidende Bedeutung: Es entsteht ein Gedichtzyklus dieser Winterreise, der weitgehend unbekannt geblieben ist, obwohl er ihre letzten Gedichte umfasst: darunter „Enigma“, „Prag Jänner 64“ und vor allem „Böhmen liegt am Meer“ (nur wenige Monate vor ihrem Tod sagt sie, dass „damit alles gesagt ist“).

H. Höller und A. Larcati leuchten die Entstehungsgeschichte aus und zeichnen ein neues, staunenswertes Bild einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen.

HANS HÖLLER: geboren 1947 in Vöcklabruck; Studium der Germanistik und Klassischen Philologie; von 1973 bis 1979 Lektor an den Universitäten von Neapel, Wrozlaw (Breslau) und Montpellier; bis 2012 Professor am Germanistik-Institut der Universität Salzburg. Zuletzt erschienene Bücher: „Eine ungewöhnliche Klassik nach 1945. Das Werk Peter Handkes“ (2013); „Der unbekannte Bernhard“ (2014); Mitherausgeber von „Herzzeit“ (Briefwechsel Ingeborg Bachmann/Paul Celan). Zusammen mit Arturo Larcati: “Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag“ (2016); gemeinsam mit Irene Fußl Herausgeber der Salzburger Bachmann-Edition.

ARTURO LARCATI: ist Professor an der Universität Verona; er arbeitet ebenfalls an der neuen Salzburger Bachmann-Gesamtausgabe mit. Neben anderen Publikationen zum Werk der österreichischen Schriftstellerin erschien zuletzt von ihm „Das Rom der Ingeborg Bachmann“.

»Solange Germanisten solche Bücher zu schreiben verstehen, braucht es uns um die Zukunft der Zunft nicht bange zu sein.« (Rüdiger Görner, Die Presse)

Oberst GOTTFRIED PAUSCH „QUO VADIS EUROPA?“ Wohin entwickelt sich unser Kontinent? Eine Analyse.

Albert Einstein:„Die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit derselben Denkweise zu lösen, die sie erzeugt hat!“

Freitag, 4. November 2016, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Freiwillige Spende

QUO VADIS EUROPA?
WOHIN ENTWICKELT SICH UNSER KONTINENT?“
EINE ANALYSE MIT VIER SCHWERPUNKTEN.
A. Grundlagen zum besseren Verständnis der aktuellen Lage Europas (EU, NATO, Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, globaler Kampf um Ressourcen)

B. Die Entwicklung der Flüchtlingsströme in Richtung Europa (aus dem Osten und Süden)

C. Europas Konzept für die Bewältigung der Flüchtlingsströme

D. Die Stunde der Zivilgesellschaft schlägt dann, wenn staatliches Krisenmanagement versagt
Der Vortragende zeigt am Ende des Vortrags auch konkrete Lösungsansätze zur Bewältigung der großen Herausforderungen in den kommenden 5 Jahren.

OBERST GOTTFRIED PAUSCH: geb. 1957, ist Berufsoffizier beim Österreichischen Bundesheer und arbeitet derzeit als Controller im Streitkräfteführungskommando (Salzburg, Graz). In dieser Verwendung arbeitet er vor allem an der Verbesserung der Effektivität und Effizienz im Bereich der Streitkräfte und am möglichst transparent
nachvollziehbaren Einsatz der immer knapper werdenden Ressourcen im Bereich der
militärischen Landesverteidigung.
Wohnhaft in Maishofen (Pinzgau, Bundesland Salzburg) absolvierte er in den Jahren 1977-1980 die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt, war anschließend beim Landwehrstammregiment 81 als Ausbildungsoffizier Infanterie, danach als Hauptlehroffizier Infanterie an der damaligen Jägerschule in Saalfelden tätig, ehe er
nach Absolvierung der notwendigen Fachkurse 1999 zum Korpskommando II nach Salzburg zurück kehrte, als Controller anschließend zum Kommando Landstreitkräfte und 2006 zum Streitkräfteführungskommando wechselte. Vorübergehende Verwendungenim Bundesministerium für Landesverteidigung (unter anderem die Mitwirkung bei der Bundesheerreformkommission BH2010 unter Prof. Dr. Zilk und die Arbeit in der Abteilung Militärstrategie) ermöglichten ihm einen direkten Einblick in die
Belange der umfassenden Sicherheitsvorsorge auf ministerieller Ebene und in die Bereiche Bundesheerplanung sowie strategische Ausrichtung der österreichischen Streitkräfte.

Mondseer Lyrikpreis 2015

Der Literaturpreis des Mondseelandes (Mondseer Lyrikpreis 2015) in Höhe von 7.500€ wurde in der Jurysitzung am 7. Dezember 2015 Steffen Popp (geb. 1978), aus Berlin zuerkannt.

Jury:
Kerstin Preiwuss, Leipzig
Ilma Rakusa, Zürich
Klaus Siblewski, München
Anton Thuswaldner, Salzburg.
Aus der Begründung der Jury:
„Steffen Popp erhält den Mondseer Lyrikpreis 2015 für seine Gedichte, in denen er elementaren Begriffen wie Erde, Traum und Feuer nachgeht. Er deutet sie mit kunstvoller Gelassenheit und schafft dabei Welten, die gleichermaßen Teil unserer Erfahrung sind, und verwandelt diese poetisch.“
Die Preisverleihung erfolgt Anfang 2016.

DER MÖNCH VON SALZBURG

LIEDER ZUM ADVENTKREIS
Christie Finn, Sopran
Judith Schreyer, Fidel
Anne-Suse Enßle, Blockflöten
David Bader, Laute
Philipp Lamprecht, mittelalterliches Schlagwerk und Drehleier
André Hinderlich, Sprecher

Sonntag, 13. Dezember 2015, 18:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: 10 €, Jugend 5 €

Der Mönch von Salzburg
Auszüge aus seinem Liedschaffen

Duo Enßle-Lamprecht und Ensemble
Der Mönch von Salzburg, ein anonym gebliebener Liederdichter und Komponist des Spätmittelalters, schuf ein Werk von europäischer Bedeutung: über 100 erhaltene Handschriften belegen für die damalige Zeit eine ungemeine Popularität, die sonst von keinem anderen Dichter oder Komponisten erreicht wurde: sowohl ein- als auch mehrstimmige Lieder, wovon 50 geistlichen Inhalts sind und beinahe den gesamten liturgischen Jahreskreis umfassen. Von den über 50 weltlichen Texten behandelt ein Großteil Erscheinungsformen der Minne in unterschiedlichsten Facetten; es sind aber auch andere Liedgattungen wie etwa Trinkgesänge im Korpus vertreten. Außerdem findet sich in seinem Werk beispielsweise der erste deutschsprachige Kanon.
Originale Lieder des Mönchs von Salzburg werden nach Möglichkeit mit einer Neuvertonung verknüpft, die auf sein Werk Bezug nimmt. Hierbei kombiniert sich das Duo Enßle-Lamprecht immer wieder neu mit anderen Musikern, um neben der Kontinuität der Gesamtaufführung auch eine Farbigkeit und Varietät der einzelnen Konzerte zu gewährleisten. Insgesamt werden im Zeitraum 2014 – 2019 alle Lieder des Mönchs, nach Themengruppen gegliedert, aufgeführt und durch die Kombination mit Uraufführungen und der Umsetzung durch unterschiedliche Ensembles in verschiedene Kontexte gestellt.
Mag. Manuel Schwembacher (Universität Salzburg) berät das Ensemble in inhaltlichen und sprachwissenschaftlichen Fragen und formuliert Einführungstexte zu den verschiedenen Konzertprogrammen.
Für das Weihnachtskonzert 2015 wurden Weihnachts- und Marienlieder aus dem Werk des Mönchs ausgewählt. Hierzu gehört u.a. das heute noch sehr bekannte Lied „Josef, lieber Josef mein“.
Dem gegenüber steht eine Auftragskomposition des Jahres 2014 („Through a shadow darkly“ von Alexander Kaiser). Ergänzt wird das Programm durch teilweise Rezitation der Texte durch einen Sprecher sowie Tanzstücke aus dem Mittelalter und Improvisationen des Ensembles.

DER MONDHOF WAR NOCH NIE SO GROSS

Texte von CHRISTINE LAVANT (1915 – 1973)

Lesung: AMALIA ALTENBURG
Gitarre: DAVID BADER

Sonntag, 13. September 2015, 18:00 Uhr

OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: 8 €

CHRISTINE LAVANT wurde vor 100 Jahren, am 4. Juli 1915, als neuntes Kind der ärmlichen Bergarbeiterfamilie Thonhauser in Groß-Edling bei St. Stefan im Lavanttal/Kärnten geboren. Armut und Krankheit begleiteten sie ein Leben lang: in und trotz dieser fatalen Situation wurde sie eine der ganz großen österreichischen Dichterinnen. Gestorben am 7. Juni 1973 nach einem Schlaganfall.

PREISE: 1954 und 1964 Georg-Trakl-Preis, 1956 und 1961 Staatlicher Förderungspreis für Lyrik, 1956 Lyrikpreis der „Neuen Deutschen Hefte“, 1961 Meersburger Droste-Preis für Dichterinnen, 1963 Ehrenurkunde der Bayrischen Akademie der Schönen Künste, 1964 Anton-Wildgans-Preis, 1970 Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur

WERKE (Auswahl): Prosa: Das Kind (1948), Das Krüglein (1949), Baruscha (1952), Das Wechselbälgchen (1998), Die Rosenkugel (1956), Nell (1969), Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus (2001); Lyrik: Die unvollendete Liebe (1949), Die Bettlerschale (1956), Spindel im Mond (1959), Sonnenvogel (1960), Der Pfauenschrei (1962), Hälfte des Herzens (1967) u.a.

AMALIA ALTENBURG: geb. 1979 in Vöcklabruck.
Grundberuf Schauspielerin (Athanor-Akademie für Schauspiel in Burghausen, Bayern), außerdem Feldenkrais- und ALBA emoting-Lehrerin: ihr Fokus gilt der Erforschung der Verbindung und der Überschneidung ihrer drei Berufe. Wer ist der Mensch, mit seinem subjektiven Empfinden und in seiner objektiven Beschreibung? Sie lebt und arbeitet zur Zeit in Wien und OÖ.

DAVID BADER: geb. 1985 und aufgewachsen in St.Veit im Pongau, beginnt mit 7 Jahren mit dem Gitarrespielen. Autodidakt bis er endlich am Mozarteum bei Prof. Wolfgang Guttmann landet, der seinen musikalischen Werdegang sehr stark prägen wird. Nach abgeschlossenem Studium kehrt er Salzburg den Rücken, um als Wanders-
mann und Straßenmusiker Europas Westen zu erkunden. Lebt derzeit wieder in Salzburg.

Buchpräsentation OTHMAR EITERER – DIE REGISTER DES ORGELSPIELERS

Reflexionen, Gedanken und Randbemerkungen über seinen Vater

Dienstag, 21. April 2015, 19:00 Uhr
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
Eintritt frei

DIE REGISTER DES ORGELSPIELERS
Verlag für Kommunikation Dominikus Guggenberger
A-5110 Oberndorf bei Salzburg

70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg versucht der Schriftsteller Othmar Eiterer eine Denkschrift für seinen 1971 verstorbenen Vater, einer markanten und interessanten Persönlichkeit in Thalgau, zu erarbeiten (unter besonderer Berücksichtigung des Kriegsendes).

Nachdenkend, nachfühlend unternimmt es der Autor, das Jahrhundert seines Vaters zu lesen und ihn darin hineinzuzeichnen. Verantwortung tragend in dörflicher Umgebung mit einzelnen Freunden, einer Herde von Gleichgültigen und manchen Feinden. Ideologie fordert Gefolgschaft im Denken und Handeln, ignoriert, sanktioniert oder bedroht, was ihr Zustimmung verweigert. …..

„Es war Dein Bestreben, möglichst allen gerecht zu werden, nicht, es allen recht zu machen.“

OTHMAR EITERER: geb. 1937. Eine alte eingesessene Lehrerfamilie in Thalgau. Sein Anliegen war stets die Pädagogik für Behinderte und Ausgegrenzte: Leiter einer
Sonderschule, Landesschulinspektor für Sonderpädagogik im Bundesland Salzburg, Vertreter Österreichs für Entwicklungsfragen in der Behinderten-Pädagogik auf europäischer Ebene.

Literarische Werke: Prosa, Romane: „Requiem für Anton P.“- „Meilen gehn bevor ich schlafen kann“ – „La morte di Lorenzo M.“ (in italienischer Sprache) – „Rendezvous mit dem Tod“ – „Der Tod des Lorenzo Milani“.

Schauspiele: „Höllenkreis“ „Eismann, Eismann“ „Sperrzone“

O. Eiterer lebt und arbeitet in Thalgau und in der Toskana.

 

WAR MOZARTS VOGEL EIN GENIE?

Texte und Geschichten von Kurt Palm
Lesung: Hans Greger-Gubi
Musik:Salzburger Mozart-Trio
Donnerstag, 7. August 2014, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: 8 €

KURT PALM: geb. 1955 am Rande des o.ö. Kobernaußerwaldes. Seit ca. 1962 Ministrant, Mittelstürmer, Autostopper, Nachtwächter u.a. Nach dem Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg (Dr. phil.) als Regisseur , Autor und Volksbildner unterwegs. Schreibt Bücher (z. B. Brecht im Kofferraum, 2006, Palmsamstag. Der schönste Tag der Woche, 2009, Bad Fucking 2012 u. a.) , dreht Filme (z. B. Kafka, Kiffer und Chaoten, 2014) und fängt Fische.
SALZBURGER MOZART-TRIO: besteht seit 1992 und verfügt über ein umfangreiches musikalisches Repertoire:

ALOIS RIEDLSPERGER: Leogang, Salzburg. Studium am Mozarteum, Diplome für Konzertfach und Musikpädagogik. Vielfältige internationale Konzerttätigkeit (Orchester und Kammermusik), 1980 bis 2013 Musik- lehrer an der Landesmusikschule Mondsee. Arrangeur und Komponist desTrios…

JOSEF HANDL: Zell am Moos, Mondsee. Studium im Fach Klarinette am Mozarteum, Diplom für Instrumen- talpädagogik; Musiklehrer an der Landesmusikschule Mondsee, lang- jähriger Kapellmeister und Komponist im Blasmusikbereich. Geschäftsführer des Trios…

HANNES HOFBAUER: Mattsee, Wien, München, Fagottstudium in Salzburg und Wien, virtuoser Künstler mit Konzerttätigkeit in Wien und München bei namhaften Orchestern; Kammermusik mit Bläserquintett und Bläsertrio; Sänger und Musikant im Volksmusikbereich…

HANS GREGER-GUBI: Mondsee, ehemaliger Lehrer. Amateurschauspieler und –sänger (Mondseer Jedermann, My fair Lady, Fideler Bauer etc.). Pensionist mit vielen Interessen, vor allem für Literatur, Theater und Musik.

TANJA MALJARTSCHUK „Biografie eines zufälligen Wunders“

Dienstag, 15. Juli 2014, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: 7 €

TANJA MALJARTSCHUK: geb. 1983 in Ivano-Frankivsk (Stanislau), Ukraine. Philologie-Studium an der Prykarpattia National Universität.

Einige Jahre Fernsehjournalistin in Kiew. Lebt seit 2011 in Wien.
Bisher Veröffentlichung von sechs Büchern in ukrainischer Sprache.

Erzählungen und Essays wurden in mehrere Sprachen übersetzt (unter anderem ins Englische, Polnische, Russische, Tschechische, Bulgarische und Slowenische). 2009 erschien ihr Erzählband „Neunprozentiger Haushaltsessig“ in deutscher Sprache (Residenzverlag).

Auszeichnungen: Vilenica-Kristall 2013, Joseph Conrad Award 2013.

Aufenthaltsstipendien u.a. in der Villa Decius, Krakau; Kultur Kontakt, Wien. Einladung zu mehreren Europäischen Projekten, sowie Lesereisen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

2013 erschien der Roman „BIOGRAFIE EINES ZUFÄLLIGEN WUNDERS“ ebenfalls im Residenzverlag (übersetzt von Anna Kauk).

Pressestimmen: Hier schlägt die Ironie in Sarkasmus um, das Lächeln gefriert einem auf den Lippen. (…) Es ist ein ebenso wunderbares wie bitteres Buch, eine schreiende Anklage in Prosa (…). Über diese Tristesse erhebt sich Lena, ein weiblicher Don Quichotte der Erniedrigten und Beleidigten, wie ein schwebender Chagallscher Engel.

… ein amüsanter Schelminnenroman …, eine sarkastische Abrechnung mit der postkommunistischen Tristesse in ihrem Heimatland, eine unterhaltsame Groteske. (Günter Kaindlsdorfer, Ö1)

Der neue Roman ist selbst ein Wunder. (…) Auch in ihrem zweiten, ins Deutsche übersetzten Buch erweist sich die junge ukrainische Autorin als präzise Beobachterin, als Meisterin der Lakonie. Dabei entwirft sie ein gleichermaßen apokalyptisches, witziges und zutiefst poetisches Portrait der postsowjetischen Umbruchsgesellschaft in ihrem Land … (Mirko Schwanitz WDR 5)

„ … ein als Bildungsroman verkleidetes Schelmenstück. Die neue Weltordnung verlangt den Ukrainern grenzenlose Anpassungsfähigkeit ab. Zugleich spürt Lena instinktiv, das ihre Landsleute der Erlösung bedürfen. Was noch mehr zählt: Sie sind dieser auch würdig. (Ronald Pohl, DER STANDARD)

… Eine neue, kraftvolle Stimme aus der Ukraine … Mit viel Witz und großer Klarheit … (Moses Fendel, Mosaik, WDR 3)

Ich finde das Buch einfach genial. (Juri Andruchowytsch, Schriftsteller)

Ein sicherlich spannender und interessanter Abend: einerseits die Literatur, andererseits die Sicht der Autorin auf die derzeitige Situation in ihrer Heimat Ukraine.
(Sabine Berking FAZ)

BRITA STEINWENDTNER „An diesem einen Punkt der Welt“

Donnerstag, 22. Mai 2014, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: 7 €

 

BRITA STEINWENDTNER: geb. 1942 in Wels. Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Paris. 1972 bis 2000 Freie Mitarbeiterin des ORF und ausländischer Rundfunkanstalten, arbeitete als literarische Herausgeberin und wissenschaftliche Publizistin. Zahlreiche Essays und Hörfunkportraits über internationale Autorinnen und Autoren, sowie TV Filme, u.a. über Peter Handke, Ilse Aichinger, Theodor Kramer, Ernst Jandl, Wolfgang Hildesheimer, Günter Grass.
Lehrtätigkeit an den Universitäten von Salzburg, Klagenfurt und der Washington University in St. Louis, Missouri. Lebt in Salzburg.
Ausgezeichnet mit diversen Medienpreisen.
1990 bis 2012 Leiterin der Rauriser Literaturtage.
Buch–Veröffentlichungen u.a.: Rote Lackn, Roman, 1999; Im Bernstein, Roman, 2005; Jeder Ort hat seinen Traum. Dichterlandschaften, 2007; Du Engel Du Teufel. Emmy Haesele und Alfred Kubin. Eine Liebesgeschichte, 2009; Mittagsvorsatz/Noon Resolution, Gedichte/ Poems, übersetzt von Herbert Kuhner, 2011.
AN DIESEM EINEN PUNKT DER WELT, Roman, 2014, Haymon Verlag: Irgendwo im oberösterreichischen Voralpenland ein Dorf, ein Bauernhaus, ein Bach: An diesem einen Punkt der Welt lebt Tom, ein Träumer und Enthusiast, ein Mensch mit Büchern, voll von Ideen, von Sehnsucht und Liebe, ein mitreißender Motivator, der aber an sich selbst scheitert und dabei doch tiefe Spuren hinterlässt. In seinem alten Bauernhaus schmiedet er Pläne und Projekte für eine bessere, gerechtere Welt. Er ist Mitgestalter und Außenseiter in dem Dorf, das er liebt, und Idol für die Jugendlichen, unterwegs zwischen heimatlicher Enge und den offenen Himmeln Saskatchewans, den Songs von Bob Dylan und der Sehnsucht nach Liebe. Ein bewegender Roman eines reichen und rastlosen Lebens.
„ … Brita Steinwendtner hat eine Hommage und zugleich eine Elegie auf die Hauptfigur Tom geschrieben … Viele Bezüge zur Weltliteratur begleiten den Leser. Ihr Roman ist in vielen Passagen lyrischer Prosa verpflichtet, auch einem elliptischen, andeutenden Erzählen …“ (Univ. Prof. Dr. Karl Müller, Salzburg)
„ … Insofern ist der Heimatroman des 21. Jahrhunderts, den Brita Steinwendtner schreibt, ein Roman, der sich sowohl in die Tiefe des Eigenen hineinbohrt und dieses beschwört, gleichzeitig es aber auch anreichert durch das Globale, Universelle … Ihre Sprache ist insofern ungewöhnlich, weil sie – das hat mich an einen Fluss oder vielleicht an ein Akkordeon erinnert – weil sie mal in die Breite geht, mal sich sehr verengt, sie ist mal episch ruhig, mal wieder reißend, manchmal poetisch verdichtet, ganz fokussiert … Diese Spannung zwischen Verdichtung oder zwischen einem forcierten Rhythmus und eher einem Andante, macht das ganze Buch aus.“ (IIija Trojanow, Schriftsteller)

 

 

 

DAVID BADER – WINTERREISE zu Fuß durch Österreich mit Schubert im Gepäck

DAVID BADER, Gesang, Gitarre

DAVID BADER: geb. 1985 und aufgewachsen in St.Veit im Pongau, beginnt mit 7 Jahren nach einer missglückten Schiabfahrt (und 6 Wochen Gips) mit dem Gitarrespielen. Nach ersten Lektionen beim Vater, wird autoditaktisch „herumgewurstelt“ bis er endlich am Mozarteum bei Prof. Wolfgang Guttmann landet, der seinen musikalischen Werdegang
sehr stark prägen wird.

Nach abgeschlossenem Studium kehrt er Salzburg den Rücken um als Wandersmann und Straßenmusiker Europas Westen zu erkunden. Diese beiden Leidenschaften (das Wandern und die Musik) stehen auch bei seiner aktuellen „Winterreise“-Tournée im Mittelpunkt.

“Ihr lacht wohl über den Träumer”, der sich mit Sack und Pack und Gitarre zu einer außergewöhnlichen Winterreise aufmacht und von verflossener Liebe, „gefrornen Tränen“ und Frühlingssehnsucht singt. David Bader, Musiker und Wandersmann aus Salzburg, wandelt auf den Spuren von Franz Schuberts unglücklichen Helden, um am eigenen Leib zu erfahren, wovon in den 24 Liedern die Rede ist.

So führt ihn sein Weg zu Fuß quer durch Österreich von Schrems im Waldviertel bis nach Feldkirch in Vorarlberg. Auf diesen 700 Kilometern erklingt an 30 Stationen eine sehr intime Interpretation der Winterreise, die sich durch die Kombination von klassisch-virtuosem Gitarrespiel und einer schlichten Volks-Stimme auszeichnet.

Fast 200 Jahre nach ihrer Entstehung hat die „WINTERREISE“ von Franz Schubert doch nichts an Aktualität eingebüßt. Vielmehr sind die Fragen nach wahren Beziehungen, nach Liebe, nach Hoffnung in unserer schnelllebigen, komplexen und oft als kalt empfundenen, modernen Welt brisanter denn je! Und solange auch in schwierigen, kargen, also “winterlichen” Zeiten noch von Blumen im Winter geträumt werden kann, bleibt die Chance auf eine menschlichere Zukunft, auf eine andere, schönere Realität bestehen.

Sonntag, 8. Dezember 2013, 19:00 Uhr

OEDMÜHLE IN KASTEN 31,

4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN

Eintritt: 7 €