KNUT BOESER – DIE GIER RICHTET UNS ZUGRUND

Utopische Angebote im freien Fall

Knut Boeser zu hören, ist immer ein Erlebnis – ein Meister der Rhetorik, scharfsinnig und humorvoll – er zählt zu den erfolgreichsten deutschen Drehbuchautoren.

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 19:00 Uhr

KNUT BOESER geb. 1944 in Berlin, Dr. phil., Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Philosophie und Psychologie in Berlin und Paris.
War zunächst Chefdramaturg, dann Intendant am Renaissancetheater Berlin, danach Chefdramaturg an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, später Chefdramaturg am Theater in der Josefstadt, Wien.
Fünf Jahre Dozent (für Drehbuch und Stoffentwicklung) an der Internat. Film-schule Köln, war Mitglied des Kuratoriums des Österreichischen Filminstituts. Mitglied der Deutschen Filmakademie sowie geschäftsführender Vorstand im Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD).
Schreibt Essays, Drehbücher, Theaterstücke und Prosa.
Lebt in Berlin und Traunkirchen.

Theaterstücke: Don Gil von den grünen Hosen (nach Tirso de Molina). –
Josef II – oder das Ende der Unsterblichkeit. – Sisi. – Gewalt und Leidenschaft. – Die Menagerie von Sanssouci. – Die Freunde der Freunde. – Gays Bettler-oper. – Die Glut. – Die Gräfin von Parma (nach Sandor Marai).

Drehbücher (Auswahl): Die beiden Freundinnen. – Das eine Glück und das andere. – Wie der Mond über Feuer und Blut. – Die Barrikade. – Die Menagerie von Sanssouci. – Spiel mit dem Feuer (Tatort). – Alles Theater (Tatort) – Ein anderer Liebhaber. – Der Brocken (Kinofilm). – Duett. – Das letzte U-Boot. – Verbranntes Spiel (Tatort). – Nostradamus (Kinofilm). – Schade um Papa
(7 Folgen). – Jenseits der Brandung (mit Dorothee Dhan). – Bitte verlassen sie ihren Mann (Kinofilm). – Tödliche Besessenheit. – Eine Frau will nach oben. – Der Clan der Anna Voss (in 6 Teilen a 90 Min.) – Der Havelkaiser (9 Folgen
a 90 Min.) – Conny Knipper, Sieger und Verlierer. – Conny Knipper, Fallobst. – Natascha. – Schlosshotel Orth (Konzept der Serie und die ersten 13 Teile). – Rosa Roth.– Die falsche Lola (Polizeiruf 110).– Vater wider Willen (13 Folgen). – Rot ist eine schöne Farbe. – Die Häupter meiner Lieben (Kinofilm). – Mörderisches Erbe. – Anna Marx. – Marga Engel 1. – Weiße Segel. ….

Regisseure (Auswahl): Peter Adam, Axel Corti, Jürgen Clauss, Peter Patzak, Reinhardt Schwabenitzky, Xaver Schwarzenberger, Rainer Wolffardt, Jens Peter Behrendt, Vadim Glowna, Helmut Metzger, Hans-Jürgen Tögel, u.v.a.

Romane: Nostradamus (wurde in 11 Sprachen übersetzt). – Rosa Roth. –
Trio für zwei (zusammen mit Katja Kittendorf)

Sachbücher: Max Reinhardt in Berlin (mit Renata Vatkova). – Erwin Piscator, eine Arbeitsbiographie in 2 Bänden (mit Renata Vatkova). – Der Fall Oscar Panizza. – Die Elixiere des Nostradamus, das Originalrezeptbuch.

Produzent des Films THE NEW ADVENTURES OF PINOCCHIO,
Regie: Oscarpreisträger Michael Anderson,
Hauptrolle: Oscarpreisträger Martin Landau.

Präsentation der Kulturzeitschrift LANDSTRICH

Donnerstag, 24. September 2009, 19:00 Uhr

Moderation: Franz Hamminger,  Brunnenthal

Lesende Autoren
Maria Linschinger (Eliskases) *1946 Jenbach, Schriftstellerin in Traunkirchen
Waltraud Seidlhofer *1939 Linz, Schriftstellerin in Thalheim/Wels
Fritz Hirschl *1956 Passau, Pastoralassistent in Passau
Martin Ortmeier *1955 Passau, Kunsthistoriker und Ofensetzer in Passau
Wilhelm Rager *1941 Vöcklabruck, Lyriker und Archäologe in Schärding
F.X. Hofer *1942 Niederwaldkirchen, Schriftsteller in Rainbach i. I.
Judith Gruber-Rizy *1952 in Gmunden, freie Autorin in Wien

Die oberösterreichische Kulturzeitschrift LANDSTRICH
wurde 1980 in Schärding gegründet und als Publikation in der Region des Innviertels und des benachbarten Bayerns verortet.
Die Grundidee entstammte dem Aufbruchsgeist der 68er Jahre und war inspiriert von der Entdeckung der Provinz als bemerkenswertem Lebensraum, der kritisch beleuchtet werden sollte. Verschiedene Formen der intellektuellen und dokumentarischen Auseinandersetzung trafen zusammen mit neuer Literatur, Fotografie und bildender Kunst. Die Themenhefte der Zeitschrift behandelten regionale Themen mit dem Anspruch überregionaler Geltung ab.
Gerwald Sonnberger, der Hauptinitiator des Landstrich – Projektes (tief in der bildnerischen Szene involviert) war schließlich Leiter des Museums Moderner Kunst in Passau, dazu kam dann die Errichtung und Leitung des Schiele – Zentrums in Krumau.
In der Zeitschrift nahm der Anteil der bildenden Kunst im lauf der Jahre einen zunehmend breiteren Raum ein. Zugleich wurde der Blick auch auf Osteuropa erweitert. Nach dem Ableben Sonnbergers startete der Kulturverein Landstrich im Jahr 2000 mit dem Obmann Franz Hamminger eine neue Reihe von thematisch konzipierten Ausgaben, in denen verschiedenste Arten von literarischer und bildnerischer Auseinandersetzung Platz haben.
Den niederbayrischen Part in der Redaktion nimmt zur Zeit Dr. Martin Ortmeier aus Passau ein, der vielseitig in die Kunst- und Museumsszene integriert ist. Getragen wird die Herausgabe vom gleichnamigen Kulturverein „Landstrich“.

LANDSTRICH, eine Kulturzeitschrift
Ausgabe Nr. 25. Thema: „Privat“

Interessanterweise haftet Schildern mit der Aufschrift PRIVAT in der Wahrnehmung eines Passanten leicht einmal der Geschmack von egoistischem Milieu an. Die Einstellung des Nichtteilen – Wollens ist kürzer kaum zu deklarieren. Auch der Ruch der Verbitterung hängt an dieser Auskunft.

Mondseer Lyrikpreisträger

RON WINKLER

ERWIN EINZINGER

Freitag, 11. September 2009, 19:00 Uhr

Der Mondseer Lyrikpreis wird seit 1998 jedes zweite Jahr im gesamten deutschsprachigen Raum ausgeschrieben und hat bereits eine entsprechende Anerkennung im zeitgenössischen Literaturleben erreicht. Jury: Ilma Rakusa – Zürich, Hans Höller – Salzburg, Klaus Siblewski – München, Anton Thuswaldner – Salzburg, sowie der jeweils letzte Preisträger.

Ron Winkler

geb. 1973 in Jena, Studium der Germanistik, Mittleren bis Neuesten Geschichte an der Friedrich Schiller Universität Jena. Lebt und arbeitet als freischaffender Autor seit 2000 in Berlin. Zwischenzeitliche Arbeit als Redakteur, Herausgeber und Lektor. Er verfasst in erster Linie Lyrik, die in zahlreichen Anthologien, Literaturzeitschriften und Büchern veröffentlicht wurde. Außerdem übersetzt er Lyrik aus dem amerikanischen Englisch und ist Herausgeber der Literaturzeitschrift „intendenzen“ (seit 1997). Von 2003 bis 2005 organisierte er im Online- Kulturmagazin „satt.org“ die Anthologie “ Lyrik.Log“.

Auszeichnungen und Preise:

1999 Allegra Lyrikpreis. 2000 und 2004 Arbeitsstipendien des Landes Thüringen. 2002 Stipendium der Österr. Nationalbank zum Klagenfurter Literaturkurs. 2004 Arbeitsstipendium der Stiftung KulturFonds und Stipendiat des Landes Niedersachsen. 2005 Stipendiat des Landes Schleswig Holstein sowie Leonce- und Lena- Preis für Lyrik. 2006 Mondseer Lyrikpreis. 2007 Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds. 2008 Arbeitsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung sowie Stipendiat der Akademie der Künste im Alfred-Döblin-Haus Wewelsfleth.

Erwin Einzinger

geb.1953 in Kirchdorf an der Krems, Studium der Anglizistik und Germanistik in Salzburg. Lebt und arbeitet in Kirchdorf. Erste literarische Veröffentlichungen in den Literaturzeitschriften „Projektil“ und „SALZ“. Weiters in den manuskripten, der „Zeitschrift Forum“ Stadtpark in Graz. Später Arbeiten für zahlreiche Anthologien. 1977 erste Gedichtsammlung: “Lammzungen in Cellophan verpackt“. 1983 erster Prosaband „Das Erschrecken über die Stille, in der die Wirklichkeit weitermachte“. Lyrik-, Prosa- und Romanbände, außerdem Übersetzungen zahlreicher amerikanischer Schriftsteller. Zuletzt erschienen: „Hunde am Fenster“ (Gedichte 2008) sowie „Ein Messer aus Odessa“ (Gedichte August 2009) , beide im JUNG UND JUNG Verlag Salzburg.

Auszeichnungen und Preise:

1977 Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich, 1977 Georg Trakl Förderpreis für Lyrik, 1984 Rauriser Literaturpreis, 1995 manuskripte Preis, 1996 Literaturpreis der Salzburger Wirtschaft, 2002 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur, 2008 Mondseer Lyrikpreis.

öSTERREICH IST SCHÖN – Ein Märchen

Autorenlesung und Gespräch

FRANZOBEL

Franzobel ergreift in diesem Buch leidenschaftlich Partei – für die Menschlichkeit.
…. In der heimatkritischen Folklore bedeutet ein Aussagesatz in der Regel sein genaues Gegenteil…. Dass Franzobel der Bitte, „die kleine Prominenz meines Namens für ein anderes Bleibe- und Fremdenrecht zu verwenden“, nachgekommen ist und im Oktober 2007 seiner Empörung („Ich scheiße auf diese Gesetze, wenn sie gegen Menschlichkeit und Toleranz sind“) …. Luft gemacht hat, ehrt ihn….
(Klaus Nüchtern im „Falter“ 29.7.2009)

Dienstag, 25. August 2009, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Erwachsene € 7,-, Jugend € 3

FRANZOBEL ist einer populärsten und am stärksten polarisierenden Schriftsteller Österreichs.
Geb. 1967 in Vöcklabruck als Franz Stefan Griebl. HTL-Matura für Maschinenbau in Vöcklabruck. 1986 – 94 Studium der Germanistik und Geschichte in Wien: Abschluss mit einer Diplomarbeit zur visuellen Poesie mit Schwerpunkt Österreich. Bis 1992 intensive Auseinandersetzung mit Malerei und concept art. Seit 1989 als Literat tätig. Fußballnarr. Lebt in Wien.

Bücher (Auswahl):
Die Musenpresse. Klagenfurt: Ritter-Verlag 1994.. Die Krautflut. Erzählung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1995. Schinkensünden. Ein Katalog. Klagenfurt: Ritter 1996. Kafka. Komödie. Klagenfurt: Selene 1997. Der Trottelkongreß. Klagenfurt: Ritter 1998. Böselkraut und Ferdinand. Wien: Zsolnay 1998. Phettberg. Eine Hermeskomödie. Klagenfurt: Selene 1999. Met ana oaners schwoarzn Tintn. Dulli-Dialektgedichte. Weitra: Bibliothek der Provinz 1999. Scala Santa oder Josefine Wurznbachers Höhepunkt. Wien: Zsolnay 2000. Shooting Star. Klagenfurt: Ritter 2001. Lusthaus oder die Schule der Gemeinheit. Wien: Zsolnay 2002. Luna Park. Vergnügungsgedichte. Wien: Zsolnay 2003. Das Fest der Steine oder die Wunderkammer der Exzentrik. Wien: Zsolnay 2005. Schwalbenkönig. Klagenfurt: Ritter 2006. Österreich ist schön. Ein Märchen. Wien: Zsolnay 2009.
Kinderbücher: „Die Nase.“ „Schmetterling. Fetterling.“ „Das große Einschlafbuch.“ „Moni und der Monsteraffe.“ Alle im Picus-Verlag.

Theater (Auswahl):
Das Beuschelgeflecht (1996). Das öffentliche Ärgernis (1996/97). Krautflut, Theateradaption (1997). Der Ficus spricht (1998). Bibapoh (1998). Kafka. Komödie. (1998). Paradies (1998). Nathans Dackel (1998). Olympia (1999). Phettberg. Eine Hermes Tragödie. (1999). Merzedes Stirbt (2000). Volksoper (2000). Mayerling (2001). Narrenturm (2002). Black Jack. forum stadtpark theater 2003. Mozarts Vision. Volkstheater Wien 2003. Schwabradies. Burgtheater. Wien 2003. Hunt oder der totale Februar. Wolfsegg 2005. Wir wollen den Messias jetzt. Akademietheater Wien 2005. Hirschen. Schauspielhaus Graz 2006. Kreisky – Ein Stück zur Volkshilfe (2008). Zipf oder die dunkle Seite des Mondes (2008).
A Hetz oder die letzten Tage der Menschlichkeit (Theater Hausruck 2009).

Preise und Stipendien (Auswahl):
Max von der Grün Förderungspreis für Literatur zur Arbeitswelt 1992. Linzer Stadtschreiber 1992/93. Ingeborg Bachmann Preis 1995. Wolfgang Weihrauch Preis 1997 (vormals Leonce und Lena Förderpreis, Darmstadt). Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 1998. Floriana 1998. Brecht-Medaille 2000.
Elias Canetti Stipendium der Stadt Wien 2001. Arthur Schnitzler Preis 2002.
Nestroy Preis 2005 für “hunt oder der totale Februar”. Buchpreis 2006 für “Das Fest der Steine”.

HERMANN BEIL liest HERZMANOVSKY – ORLANDO

KAISER FRANZ JOSEPHS FRÜHSTÜCKSWÜRSTEL oder
Die hohe Kunst, Europa zu regieren

Ein altösterreichischer Abend von
Fritz Ritter von Herzmanovsky-Orlando

Rezitator: HERMANN BEIL
Musik: Johann Strauß jun.

Eine Produktion des Berliner Ensembles

Freitag, 31. Juli 2009, 19.30 Uhr
Oedmühle in Kasten 31, 4893 Zell am Moos / Tiefgraben
Eintritt: Erwachsene € 8,–, Jugend € 4,–

HERMANN BEIL:
geb. in Wien, ist seit 1963 am Theater: Dramaturg in Frankfurt/Main, Basel, Stuttgart, von 1979-86 in Bochum, 1986-99 am Burgtheater Wien, bei den Salzburger Festspielen und zur Zeit am Berliner Ensemble. Zusammen mit Claus Peymann erhielt er 1995 den Berliner Theaterpreis und 1996 als erster Dramaturg den Deutschen Kritikerpreis. Als Rezitator und auch als Regisseur gastiert Hermann Beil im In- und Ausland. Sein Buch „Theaternarren leben länger“ erschien in der dritten Auflage im Paul Zsolnay Verlag, Wien: es erzählt von Theater, Theaternarren und Theater-Torten.

FRITZ RITTER VON HERZMANOVSKY-ORLANDO:
geb. 1877 in Wien, gest. 1954 in Meran.
Kind einer k.u.k. österreichischen Beamtenfamilie, väterlicherseits von wienerischer und mährischer, mütterlicherseits von italienischer und byzantinischer Abkunft. Architekt; ein Nierenleiden zwang ihn 1916 seinen Beruf aufzugeben und sich mit seiner Frau in Meran niederzulassen, wo er als Schriftsteller und Zeichner lebte. Die gesundheitliche Malaise war ein Segen für das künstlerische Schaffen.
Werke u.a.: „Der Gaulschreck im Rosennetz“, „Maskenspiel der Genien“, „Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter“, „Scoglio Pomo oder Bordfest am Fliegenden Holländer“,…

Für weitere Informationen bitte hier klicken:
Hermann Beil Aussendung Seite 1
Hermann Beil Aussendung Seite 2

BRITA STEINWENDTNER

“Du Engel Du Teufel“

Emmy Haesele und Alfred Kubin –

eine Liebesgeschichte

Mittwoch, 1. Juli 2009, 19.00 Uhr

Oedmühle in Kasten 31, 4893 Zell am Moos / Tiefgraben

Eintritt: Erwachsene € 6,–, Jugend € 3,–

BRITA STEINWENDTNER:

geb. 1942 in Wels, Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Paris. Freie Mitarbeiterin des ORF und anderer Rundfunkanstalten. Lehrtätigkeit an den Universitäten von Salzburg, Klagenfurt und an der Washington University in St. Louis/Missouri. Leiterin der Rauriser Literaturtage. Lebt als Autorin, Regisseurin und Feuilletonistin in Salzburg.

Essays, Gedichte, Erzählungen, Romane, Buchveröffentlichungen, zahlreiche Literatur-Hörfeatures und TV-Porträts.

Veröffentlichungen (Auswahl): „Hiobs Klage heute. Die biblische Gestalt in der Literatur des 20, Jahrhunderts“, Essays (1990), „Ein Tag ihres Lebens“, Erzählung (1991), „Rote Lackn“, Roman (1999), „Das Nussbaumblatt“ (2002), „In Bernstein“, Roman (2005), „Jeder Ort hat seinen Traum. Dichterlandschaften“ (2007), „Du Engel Du Teufel. Eine Liebesgeschichte“ (2009).

Du Engel Du Teufel“ (Haymon Verlag Innsbruck 2009):

Die Geschichte einer großen Liebe: Alfred Kubin (1877 – 1959), der berühmte Zeichner und Autor des Romans „Die andere Seite“, und Emmy Haesele (1894 – 1987), die durch ihn zur Künstlerin wurde. Eine ungleiche Liebesgeschichte:

Kubin war bekannt als Frauenheld, Haesele – Wiener Bürgerstochter und in Unken mit einem Arzt verheiratet – war eine seiner vielen Geliebten.

Die leidenschaftliche Liaison dauerte kaum drei Jahre. Für sie blieb die Begegnung ein „Elementarereignis“, das ihr ganzes weiteres Leben veränderte und bestimmte – über alle späteren Kränkungen und Zurückweisungen hinweg.

Brita Steinwendtner erzählt die Lebensgeschichte dieser ungewöhnlichen Frau als packendes Zeitdokument des kriegserfüllten und schicksalsbildenden 20. Jahrhunderts, als detailgetreue Biographie, die einen anderen Blick auf Alfred Kubin wirft, und als poetische Erzählung einer bedingungslosen Liebe in Glück und Erniedrigung, Erfüllung und Erinnerung.

Preisverleihung Mondseer Lyrikpreis Erwin Einzinger

Mittwoch, 26. November 2008, 19.00 Uhr
im Fürstenzimmer des Schlosses Mondsee

Prolog: MR Dr. Helmut Palzinsky, KI Mundwerk
Bezirkshauptmann HR Dr. Peter Salinger

Laudatio: Univ.-Prof. Dr. Hans Höller, Salzburg
Preisverleihung: Bürgermeister KR Dipl.-Ing. Otto Mierl

LESUNG DES PREISTRÄGERS

Musikalische Umrahmung: Hans Rindberger und die Irrseebläser
Anschließend Einladung zu einem Umtrunk.

Wir danken für die Unterstützung:
Kulturdirektion des Landes Oberösterreich
Marktgemeinde Mondsee
Gemeinden des Mondseelandes: Tiefgraben, St. Lorenz und Innerschwand
Raiffeisenbank Mondseeland

Jury:    Ilma Rakusa (Zürich), Hans Höller (Salzburg), Klaus Siblewski (München), Anton Thuswaldner (Salzburg), Ron Winkler (Berlin).

382 Einreichungen. Jurysitzung am 8. November 2008.

Die Juroren wählen die Texte von Erwin Einzinger aus, weil sie
so beiläufig wie konsequent, mit hintersinnigem Augenzwinkern und burlesker Komik, ein abgründiges Panorama unserer Wirklichkeit entwerfen.

Erwin Einzinger: geb. 1953 in Kirchdorf, Studium der Anglizistik und Germanistik in Salzburg. Er schreibt Lyrik, Prosa (Romane, Essays, Erzählungen) und übersetzt aus dem amerikanischen Englisch (John Ashbery, William Carpenter, Robert Creeley u.a.); lebt und arbeitet in Micheldorf, Oberösterreich.
Preise und Auszeichnungen: 1977 Talentförderungsprämie des Landes OÖ, 1977 Georg Trakl Förderpreis für Lyrik, 1984 Rauriser Literaturpreis, 1995 Manuskripte Preis, 1996 Literaturpreis der Salzburger Wirtschaft, 2002 Kulturpreis des Landes OÖ für Literatur.

Hans Höller: geb. 1947 in Vöcklabruck, Studium der Germanistik und klassischen Philologie in Salzburg (Dissertation über Thomas Bernhard). 1973-79 Tätigkeit an den Universitäten Neapel, Wroclaw und Montpellier. Seit 1988 Professor für Germanistik an der Universität Salzburg (Habilitation über Ingeborg Bachmann). U.a. Herausgeber von Monografien zu Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard und Peter Handke, Mitherausgeber des Gesamtwerkes von Thomas Bernhard sowie zuletzt des Briefwechsels Ingeborg Bachmann – Paul Celan.

Hans Rindberger und die Irrseebläser sind Volksmusikanten, die weit über den regionalen Raum hinaus bekannt und gefragt sind, und die in der Tradition der alten Tanzmusikanten aufspielen: auch diese hatten keine Scheu vor einem flotten Swing und einer gewissen Ironie beim Musizieren, wobei auf Original aber auch auf eine ganz persönliche Interpretation Wert gelegt wird.

Büchertisch: Erich Weidinger

Mondseer Lyrikpreis 2008 an Erwin Einzinger

Den Mondseer Lyrikpreis in Höhe von 7.500 Euro, der heuer zum 6. Mal im gesamten deutschsprachigen Raum ausgeschrieben wurde, erhält Erwin Einzinger.

Insgesamt hatten 382 Autorinnen und Autoren unveröffentlichte Lyrik eingereicht.

Die Jury wählte die Texte von Erwin Einzinger aus, weil sie so beiläufig wie konsequent, mit hintersinnigem Augenzwinkern und burlesker Komik ein abgründiges Panorama unserer Wirklichkeit entwerfen.

Erwin Einzinger, geboren 1953 in Kirchdorf / OÖ, lebt in Micheldorf, schreibt Lyrik, Prosa und übersetzt aus dem amerikanischen Englisch. Zuletzt erschien sein Gedichtband „Hunde am Fenster“ (Jung und Jung, Salzburg 2008).

Jury: Ilma Rakusa (Zürich), Hans Höller (Salzburg), Klaus Siblewski (München), Anton Thuswaldner (Salzburg), Ron Winkler (Berlin).

Die feierliche Überreichung des Preises ist Ende November dieses Jahres vorgesehen.

SILVANA STEINBACHER

liest aus ihrem letzten Buch

„ZAUNGAST – BEGEGNUNGEN MIT OÖ AUTORINNEN UND AUTOREN“

Zu Gast der Schriftsteller

CHRISTIAN STEINBACHER

Silvana Steinbacher: ORF-Kulturredakteurin,

geb. 1957 in Turin, aufgewachsen in Italien und Salzburg, lebt in Linz.

Nach Absolvierung eines Schauspielstudiums in Wien begann ihre Tätigkeit als Redakteurin im ORF Salzburg und seit 1993 in Linz.

Zahlreiche Literatur-Features in Ö1, Moderatorin von Literatur-Veranstaltungen. 1993-2001 Konzept und Moderation der monatlichen Reihe „Außenseiter“ im Literaturhaus Salzburg (parallel dazu 1995-98 im Wiener Literaturhaus).

Seit 1998 Mitglied zahlreicher Literaturjurien (Floriana; Buch.preis; Marianne von Willemer-Preis; Bühnenkunstpreis des Landes OÖ; Kunstförderungspreis der Stadt Linz; „Die Rampe“; „Facetten“).

Buchpublikationen:

„Georg Hamminger – ein Mörder und seine Zeit“, 1993

„Abgestempelt – Fremdsein in Österreich“, 1997

„Zaungast – Begegnungen mit oberösterreichischen Autorinnen und Autoren“, Drava Verlag 2008:

Zwei Jahre lang hat Silvana Steinbacher sich in die Rolle eines Zaungasts begeben und lange Gespräche mit oö SchriftstellerInnen über Textentstehung und Weltsicht geführt. Die Porträts zeigen die Vielfalt heutigen Schreibens, suchen nach unterschiedlichen Zugängen und Arbeitsweisen und lassen arrivierte Schriftsteller ebenso zu Wort kommen wie solche, die es erst zu entdecken gilt: 27 Begegnungen als anregende Einführung in den Literaturkosmos OÖ.

„Behutsam hat sich Steinbacher ihren Gesprächspartnern genähert, aber doch mit Zurücknahme, einfühlsam und niemals aufdringlich.“

OÖ Volksblatt

Zu Gast Christian Steinbacher, der „naturgemäß“ in diesem Buch nicht aufscheint.

Christian Steinbacher, geb. 1960 in Ried i. Innkreis, OÖ, lebt seit 1984 als Autor, Lektor, Veranstalter und Kurator in Linz. OÖ Landeskulturpreis 2006, 1994-2000 Herausgeber des „Blattwerk“. Diverse Textinstallationen und Sprechauftritte v.a. in den 90er Jahren.

Seit 1988 mehrere Buchpublikationen, schreibt in erster Linie Gedichte, poetische Prosa, Essays und Hörstücke.

Seit 2000 hauptsächlich im Innsbrucker Haymon-Verlag (zuletzt: „Die Treffsicherheit des Lamas. Oder: von Melancholien, Maulwürfen und deren Zurückweisung“, 2004; „Zwirbeln, was es hält. Gedichte“, 2006).

Mittwoch, 22. Oktober 2008, 19.00 Uhr

Oedmühle in Kasten 31, 4893 Zell am Moos / Tiefgraben

REINHARD KAISER-MÜHLECKER

Autorenlesung und Gespräch

REINHARD KAISER-MÜHLECKER

„Der lange Gang über die Stationen“

Ein kontroversiell aufgenommener Roman über die Einsamkeit des Landlebens, eine „irritierende Beschreibung einer langsamen Entfremdung“ sowie eine „minutiöse Landvermessung“ (APA)

Donnerstag, 12. Juni 2008, 20:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31, 4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Erwachsene € 5,–, Jugend € 3,–

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