Autorenlesung MARGIT SCHREINER

DIE TIERE VON PARIS

„Hier schreibt jemand ohne große Geste radikale Literatur.“ (Daniela Strigl)

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31, 4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Erwachsene € 7,- Jugend € 4,-

MARGIT SCHREINER: „… eine der faszinierendsten Autorinnen der
Gegenwart…“ (René Freund).

geb. 1953 in Linz, OÖ. Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg,
1977 – 1980 Aufenthalt in Tokio, 1978 Abbruch des Studiums; 1980 – 1982
Sekretärin an der Universität Salzburg, seit 1983 freie Schriftstellerin in
Salzburg und Paris, 1991 Geburt der Tochter Oktavia Sophie in Salzburg,
1991 – 1998 lebte sie in Berlin, 1999 – 2000 in Italien, ab 2000 wieder in Linz.
Sie schreibt Bücher, Theaterstücke, Hörspiele, Essays und Anthologien.

Bücher: „Die Rosen des heiligen Benedikt“ (Haffmans 1989), „Mein erster
Neger“ (Haffmans 1990), „Die Unterdrückung der Frau, die Virilität der Männer,
der Katholizismus und der Dreck“ (Haffmans 1995), „Nackte Väter“ (Haffmans
1997), „Haus, Frauen, Sex.“ (Schöffling 2001), „Heißt lieben“ (Schöffling
2003), „Bruno und ich“ (Resistenzverlag 2005), „Buch der Enttäuschungen“
(Schöffling 2005), „Haus, Friedens, Bruch“ (Schöffling 2007), „Schreibt Thomas
Bernhard Frauenliteratur? Über Literatur, das Leben und andere Täuschungen“
(Schöffling 2008), „Die Tiere von Paris“ (Schöffling 2011).

Preise/Stipendien (Auswahl): 1986 Theodor-Körner-Förderungspreis, 1988
Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich, 1990 Österreichisches
Staatsstipendium, 1994 Stipendium des Deutsches Literaturfonds, 2000 Ben-
Witters-Förderungspreis, 2003 Stipendium des Jubiläumsfonds der LVG, 2005
Oberösterreichischer Landeskulturpreis, 2006 Kunstwürdigungspreis der Stadt
Linz, 2009 Österreichischer Würdigungspreis für Literatur 2009

DIE TIERE VON PARIS (Verlag: Schöffling & Co, Frankfurt am Main 2011)

„…Margit Schreiner liefert in ihrem Roman … ein Exempel für die
kleinstmögliche familiäre Einheit: Mutter, Tochter und ein „Ex“… Sie arbeitet
in ihrem neuen Buch an den zentralen Bruchlinien unserer Gesellschaft… für
jede aufgebrochene Struktur, auch die familiäre, müssen nicht nur optionale
Alternativen gefunden werden, es gilt auch, neue Formen des Abschieds und
der Trennung zu erarbeiten, genauso wie neue Formen der Erinnerung an
Kindheit, Liebe, Glück oder Trauer.“ (Evelyne Polt-Heinzl, Die Presse).

„…Schreiner hat ein feines, sich schlüssig als Komik artikulierendes Gespür für
die Macht des Faktischen und die Ohnmacht des (feministischen) Ideals und
für kleinste Kräfteverschiebungen zwischen Menschen… Schreiners Erzählerin
huldigt weder der Larmoyanz noch dem Selbstmitleid, sie sieht das eigene
Harmoniebedürfnis kritisch als das, was es im Stellungskrieg mit dem „Ex“
ist: eine strategische Schwäche. Außerdem verkündet sie ewige Wahrheiten
über das Verhältnis von Eltern und Kindern: in erster Linie ist dies ein Roman
über die prekäre Zweisamkeit von Mutter und Tochter.“ (Daniela Strigl, Der
Standard).

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