Präsentation der Kulturzeitschrift LANDSTRICH

Donnerstag, 24. September 2009, 19:00 Uhr

Moderation: Franz Hamminger,  Brunnenthal

Lesende Autoren
Maria Linschinger (Eliskases) *1946 Jenbach, Schriftstellerin in Traunkirchen
Waltraud Seidlhofer *1939 Linz, Schriftstellerin in Thalheim/Wels
Fritz Hirschl *1956 Passau, Pastoralassistent in Passau
Martin Ortmeier *1955 Passau, Kunsthistoriker und Ofensetzer in Passau
Wilhelm Rager *1941 Vöcklabruck, Lyriker und Archäologe in Schärding
F.X. Hofer *1942 Niederwaldkirchen, Schriftsteller in Rainbach i. I.
Judith Gruber-Rizy *1952 in Gmunden, freie Autorin in Wien

Die oberösterreichische Kulturzeitschrift LANDSTRICH
wurde 1980 in Schärding gegründet und als Publikation in der Region des Innviertels und des benachbarten Bayerns verortet.
Die Grundidee entstammte dem Aufbruchsgeist der 68er Jahre und war inspiriert von der Entdeckung der Provinz als bemerkenswertem Lebensraum, der kritisch beleuchtet werden sollte. Verschiedene Formen der intellektuellen und dokumentarischen Auseinandersetzung trafen zusammen mit neuer Literatur, Fotografie und bildender Kunst. Die Themenhefte der Zeitschrift behandelten regionale Themen mit dem Anspruch überregionaler Geltung ab.
Gerwald Sonnberger, der Hauptinitiator des Landstrich – Projektes (tief in der bildnerischen Szene involviert) war schließlich Leiter des Museums Moderner Kunst in Passau, dazu kam dann die Errichtung und Leitung des Schiele – Zentrums in Krumau.
In der Zeitschrift nahm der Anteil der bildenden Kunst im lauf der Jahre einen zunehmend breiteren Raum ein. Zugleich wurde der Blick auch auf Osteuropa erweitert. Nach dem Ableben Sonnbergers startete der Kulturverein Landstrich im Jahr 2000 mit dem Obmann Franz Hamminger eine neue Reihe von thematisch konzipierten Ausgaben, in denen verschiedenste Arten von literarischer und bildnerischer Auseinandersetzung Platz haben.
Den niederbayrischen Part in der Redaktion nimmt zur Zeit Dr. Martin Ortmeier aus Passau ein, der vielseitig in die Kunst- und Museumsszene integriert ist. Getragen wird die Herausgabe vom gleichnamigen Kulturverein „Landstrich“.

LANDSTRICH, eine Kulturzeitschrift
Ausgabe Nr. 25. Thema: „Privat“

Interessanterweise haftet Schildern mit der Aufschrift PRIVAT in der Wahrnehmung eines Passanten leicht einmal der Geschmack von egoistischem Milieu an. Die Einstellung des Nichtteilen – Wollens ist kürzer kaum zu deklarieren. Auch der Ruch der Verbitterung hängt an dieser Auskunft.

Mondseer Lyrikpreisträger

RON WINKLER

ERWIN EINZINGER

Freitag, 11. September 2009, 19:00 Uhr

Der Mondseer Lyrikpreis wird seit 1998 jedes zweite Jahr im gesamten deutschsprachigen Raum ausgeschrieben und hat bereits eine entsprechende Anerkennung im zeitgenössischen Literaturleben erreicht. Jury: Ilma Rakusa – Zürich, Hans Höller – Salzburg, Klaus Siblewski – München, Anton Thuswaldner – Salzburg, sowie der jeweils letzte Preisträger.

Ron Winkler

geb. 1973 in Jena, Studium der Germanistik, Mittleren bis Neuesten Geschichte an der Friedrich Schiller Universität Jena. Lebt und arbeitet als freischaffender Autor seit 2000 in Berlin. Zwischenzeitliche Arbeit als Redakteur, Herausgeber und Lektor. Er verfasst in erster Linie Lyrik, die in zahlreichen Anthologien, Literaturzeitschriften und Büchern veröffentlicht wurde. Außerdem übersetzt er Lyrik aus dem amerikanischen Englisch und ist Herausgeber der Literaturzeitschrift „intendenzen“ (seit 1997). Von 2003 bis 2005 organisierte er im Online- Kulturmagazin „satt.org“ die Anthologie “ Lyrik.Log“.

Auszeichnungen und Preise:

1999 Allegra Lyrikpreis. 2000 und 2004 Arbeitsstipendien des Landes Thüringen. 2002 Stipendium der Österr. Nationalbank zum Klagenfurter Literaturkurs. 2004 Arbeitsstipendium der Stiftung KulturFonds und Stipendiat des Landes Niedersachsen. 2005 Stipendiat des Landes Schleswig Holstein sowie Leonce- und Lena- Preis für Lyrik. 2006 Mondseer Lyrikpreis. 2007 Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds. 2008 Arbeitsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung sowie Stipendiat der Akademie der Künste im Alfred-Döblin-Haus Wewelsfleth.

Erwin Einzinger

geb.1953 in Kirchdorf an der Krems, Studium der Anglizistik und Germanistik in Salzburg. Lebt und arbeitet in Kirchdorf. Erste literarische Veröffentlichungen in den Literaturzeitschriften „Projektil“ und „SALZ“. Weiters in den manuskripten, der „Zeitschrift Forum“ Stadtpark in Graz. Später Arbeiten für zahlreiche Anthologien. 1977 erste Gedichtsammlung: “Lammzungen in Cellophan verpackt“. 1983 erster Prosaband „Das Erschrecken über die Stille, in der die Wirklichkeit weitermachte“. Lyrik-, Prosa- und Romanbände, außerdem Übersetzungen zahlreicher amerikanischer Schriftsteller. Zuletzt erschienen: „Hunde am Fenster“ (Gedichte 2008) sowie „Ein Messer aus Odessa“ (Gedichte August 2009) , beide im JUNG UND JUNG Verlag Salzburg.

Auszeichnungen und Preise:

1977 Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich, 1977 Georg Trakl Förderpreis für Lyrik, 1984 Rauriser Literaturpreis, 1995 manuskripte Preis, 1996 Literaturpreis der Salzburger Wirtschaft, 2002 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur, 2008 Mondseer Lyrikpreis.